OGC Nizza gab am Montag die Trennung von Sportdirektor Florian Maurice bekannt. Der Verein, der sich durch einen Sieg gegen Saint-Étienne in der Relegations-/Aufstiegs-Playoff-Runde Ende Mai den Verbleib in der Ligue 1 sicherte, gab an, dass die Entscheidung einvernehmlich getroffen wurde.
Maurice kam vor zwei Jahren zu Nizza, nachdem er zuvor die gleiche Position bei Stade Rennais bekleidet hatte. Sein Abgang folgt auf eine enttäuschende Saison für den Verein, die von einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit Fans im November nach einer hohen Niederlage gegen Lorient überschattet wurde. Der Vorfall verdeutlichte die wachsende Unzufriedenheit mit der Leistung der Mannschaft.
Der Verein veröffentlichte eine Erklärung über Vizepräsident Maurice Cohen, in der er Maurice für seine „menschlichen Qualitäten und Professionalität“ lobte. Cohen räumte einen „manchmal schwierigen Kontext“ ein, betonte aber Maurice‘ anhaltendes Engagement für die Ziele des Teams. Der Verein dankte ihm für seine Dienste und wünschte ihm alles Gute für seine zukünftigen Unternehmungen.
Bisher wurde kein Nachfolger für Maurice benannt. Erste Berichte deuteten darauf hin, dass Grégory Lorenzi, ehemals von Stade Brestois, ein führender Kandidat war, aber er ist inzwischen zum Olympique de Marseille gewechselt. Mehrere Quellen deuten nun darauf hin, dass Geoffrey Moncada, der acht Jahre bei AC Mailand verbrachte, ein starker Anwärter auf die Position ist. Moncadas Erfahrung im europäischen Fußball könnte sich als wertvoll erweisen, während Nizza seine sportliche Struktur wiederaufbauen möchte.
Der Schritt wirft auch Fragen nach der Zukunft von Trainer Claude Puel auf, der während der schwierigen Saison zunehmend unter Druck geriet. Der Verein wird voraussichtlich Puels Position parallel zur Suche nach einem neuen Sportdirektor bewerten. Diese Umstrukturierung signalisiert einen bedeutenden Wandel für Nizza, während es versucht, seine Leistung in der Ligue 1 zu stabilisieren und zu verbessern. Die Ernennung eines neuen Sportdirektors wird entscheidend sein, um die Transferstrategie und die langfristige Vision des Vereins zu gestalten.



