
Real Madrid erwägt Sebastian Hoeneß als Trainer-Kandidaten
Real Madrid erwägt laut Sport Bild den Trainer des VfB Stuttgart, Sebastian Hoeneß, als potenziellen Kandidaten für die vakante Trainerposition. Die spanischen Giganten prüfen Optionen für eine dauerhafte Verpflichtung im Sommer, wobei der Interimstrainer Álvaro Arbeloa nach der Entlassung von Xabi Alonso Anfang des Jahres voraussichtlich nicht langfristig im Amt bleiben wird.
Der 43-jährige Hoeneß, der bis 2028 an Stuttgart gebunden ist, hat Berichten zufolge die Aufmerksamkeit der Entscheidungsträger von Real Madrid auf sich gezogen. Die Spielphilosophie und der taktische Ansatz des deutschen Trainers sollen einen starken Eindruck hinterlassen haben, insbesondere während eines Gruppenspiels der Champions League zwischen den beiden Mannschaften im September 2024, das Real Madrid mit 3:1 gewann, nachdem ein hart umkämpftes Spiel in den letzten Minuten durch zwei späte Tore entschieden wurde.
Wie von Sport Bild berichtet, gab es noch keinen formellen Kontakt zwischen Real Madrid und Hoeneß oder Stuttgart. Da sein langfristiger Vertrag keine Ausstiegsklausel enthält, wäre für die Verpflichtung des Trainers eine beträchtliche Ablösesumme erforderlich. Dies versetzt Stuttgart in eine starke Verhandlungsposition, sollte ein konkretes Interesse entstehen.
Hoeneß übernahm im April 2023 das Traineramt bei Stuttgart, nachdem er zuvor Hoffenheim trainiert hatte. Er hat eine bemerkenswerte Fortschrittsperiode beim Bundesligisten überwacht, sie zur europäischen Qualifikation geführt und für einen attraktiven und effektiven Spielstil gelobt. Sein Engagement hatte bereits das Interesse anderer europäischer Top-Klubs geweckt, darunter Chelsea und Manchester United, wie frühere Berichte besagen.
Ein möglicher Wechsel würde einen bedeutenden Schritt nach oben für Hoeneß bedeuten, dessen Trainerkarriere bisher ausschließlich in Deutschland stattfand. Für Real Madrid würde er eine jüngere, taktisch fortschrittliche Option darstellen, während sie einen langfristigen Nachfolger für Carlo Ancelotti suchen, der 2023 den Verein verließ. Die Suche des Vereins ist noch im Gange, wobei neben Hoeneß mehrere namhafte Kandidaten in Betracht gezogen werden.
Für Stuttgart stellt die anhaltende Spekulation eine Herausforderung bei der Planung der nächsten Saison dar, da sie möglicherweise auf eine Zukunft ohne den Architekten ihres jüngsten Erfolgs vorbereitet werden müssen. Die Situation unterstreicht die hohe Nachfrage nach Top-Trainertalenten im europäischen Fußball, wobei Vereine zunehmend versuchen, aufstrebende Trainerstars zu identifizieren, bevor sie sich an der absoluten Spitze etablieren.


