Der Stürmer von Straßburg, Emmanuel Emegha, hat eine Fehde mit dem Verteidiger von Marseille, Leonardo Balerdi, neu entfacht, indem er nach dem 1:1-Unentschieden am Sonntag in der Ligue 1 ein spöttisches Bild in den sozialen Medien postete. Der Beitrag auf Instagram zeigte ein Foto des Stürmers von Lens, Elye Wahi, der einen Panenka-Elfmeter gegen Marseille mit einem Finger an der Nase feierte, eine Geste, die auf Balerdi abzielte. Emegha betitelte das Bild mit "Merci Elye" zusammen mit Herz-Emojis, ein klarer öffentlicher Seitenhieb auf den argentinischen Innenverteidiger.
Berichten zufolge rührt die Spannung von einer Auseinandersetzung zwischen Emegha und Balerdi während des Spiels im Stade de la Meinau. Der Vorfall scheint eine Fortsetzung einer schwelenden persönlichen Rivalität zwischen den beiden Spielern zu sein. Es ist nicht das erste Mal, dass der Stürmer von Straßburg Balerdis Spielstil öffentlich kritisiert. Nach einem vorherigen 1:1-Unentschieden zwischen den Vereinen im Dezember sagte Emegha, Balerdi sei "ein Kleiner für mich" und fügte hinzu: "Wie jeder gesehen hat, hat er nur gekämpft, geredet… Das ist kein Fußball. Spiel einfach Fußball".
Der jüngste Social-Media-Post unterstreicht eine bemerkenswerte Abneigung gegen Balerdi unter mehreren Ligue-1-Stürmern, wobei sich Emegha nun offen mit Wahi verbündet, der ebenfalls einen frechen Elfmeter gegen Marseille erzielte. Balerdi und seine argentinischen Landsleute Paulo Gazzaniga und Leonardo Balerdi hatten versucht, Wahi vor seinem entscheidenden Elfmeter zu verunsichern, was Emeghas öffentliche Unterstützung für den Spieler von Lens zu einer gezielten Vergeltung macht. Der Verteidiger, eine Schlüsselfigur für ein unbeständiges Marseille, das um die europäische Qualifikation kämpft, hat sich einen Ruf für seine aggressive, physische Spielweise erworben.
Für Emegha, den 21-jährigen niederländischstämmigen Stürmer, der im vergangenen Sommer von Sturm Graz zu Straßburg kam, setzt sich dieser Ausbruch fort, der ein Muster von offenem Verhalten darstellt. Er hat in 27 Ligaspielen in dieser Saison sechs Tore erzielt und sich unter Trainer Patrick Vieira als Stammspieler etabliert. Die öffentliche Natur des Streits ist eine unerwünschte Ablenkung für Straßburg, das sich komfortabel im Mittelfeld der Tabelle befindet, aber sich auf die letzten Spiele der Saison konzentrieren möchte.
Der Vorfall verdeutlicht die intensiven und oft persönlichen Rivalitäten, die die Spiele in der französischen ersten Liga prägen, insbesondere solche mit Marseille, einem der leidenschaftlichsten Vereine des Landes. Solche Eskalationen sind zwar üblich, aber sie laufen selten so explizit auf öffentlichen Plattformen ab, die von den Spielern selbst kontrolliert werden. Es bleibt abzuwarten, ob die französischen Fußballbehörden Emeghas Beitrag zur Kenntnis nehmen, der als unsportliches Verhalten ausgelegt werden könnte.




