
Emiliano Viviano startet scharfe Attacke auf Roma-Sportdirektor Ranieri wegen Gasperini
Der ehemalige Roma-Torhüter Emiliano Viviano hat öffentlich den Sportdirektor des Vereins, Gianluca Ranieri, wegen seiner Handhabung von Trainer Gian Piero Gasperini kritisiert. Viviano deutete in Aussagen gegenüber Sportium.fun an, Ranieri sei naiv oder arrogant gewesen, zu glauben, er könne die starke Persönlichkeit von Gasperini kontrollieren. Die Kommentare legen wahrgenommene interne Spannungen bei Roma bezüglich der Führung und der strategischen Ausrichtung des Vereins offen.
Der ehemalige italienische Torhüter Emiliano Viviano hat eine scharfe öffentliche Kritik an Roma-Sportdirektor Gianluca Ranieri geäußert und dessen Urteilsvermögen bei der Verpflichtung von Cheftrainer Gian Piero Gasperini in Frage gestellt. Die explosiven Kommentare wurden von Viviano während einer Live-Übertragung auf der Plattform Sportium.fun gemacht, wie von Forzaroma.info berichtet.
Viviano griff Ranieris Management direkt an und deutete an, der Funktionär sei entweder naiv oder arrogant gewesen, wenn er glaubte, er könne den erfahrenen Trainer kontrollieren. "Wenn Herr Ranieri Gasperini eingestellt hat und jetzt über sein Verhalten überrascht ist, dann hat er überhaupt nichts verstanden", sagte Viviano. "Oder er war überheblich und dachte, er könne einen 67-jährigen Mann handhaben".
Der Kern von Vivianos Kritik konzentriert sich auf die gut dokumentierte, willensstarke Persönlichkeit von Gasperini, der bei Atalanta großen Erfolg hatte, aber auch häufig mit Vereinsgremien aneinandergeraten ist. "Ranieri ist nicht Jesus Christus", fuhr Viviano fort. "Zu denken, man könne Gasperini handhaben und ihn zu einem kleinen Lamm machen, auf das man Dinge aufzwingen kann, ist absurd. Man weiß, wer Gasperini ist, und er hat es im Laufe der Jahre mit Ergebnissen bewiesen, indem er ständig mit allen Sportdirektoren gestritten hat. Aber während er stritt, vollbrachte er Wunder, entwickelte Spieler von einem Wert von null auf 50 Millionen und gewann die Europa League. Wenn man ihn einstellt, weiß man, was er leisten kann und akzeptiert bestimmte Dinge, andernfalls stellt man jemanden ein, der leichter zu handhaben ist".
Der Ausbruch von Viviano, der die Saison 2021-22 als Ersatztorhüter bei Roma verbrachte, wirft öffentliches Licht auf die internen Spannungen, die mit wichtigen Vereinsentscheidungen einhergehen können. Seine Bemerkungen implizieren eine Diskrepanz zwischen der Vision des Sportdirektors für die Traineraufsicht und der Realität der Zusammenarbeit mit einem Trainer von Gasperinis Statur und Temperament. Während Gasperinis Erfolge in Bergamo unbestritten sind, war seine Amtszeit auch von einem sehr öffentlichen und langwierigen Vertragsstreit mit dem Vereinsmanagement geprägt, auf den Viviano in seiner Bewertung anspielt.
Dieser öffentliche Eingriff eines ehemaligen Spielers ist eine ungewöhnliche und schädliche Episode für die derzeitige Führung von Roma. Er stellt Ranieris Entscheidungsfindung und sein Menschenmanagement unter intensiven externen Druck, was seine Autorität in einer kritischen Phase für den Verein untergraben könnte. Berichten zufolge befindet sich die Giallorossi in einer Phase des Kaderumbaus, und eine solche öffentliche Meinungsverschiedenheit über die Strategie der Führung ist eine unerwünschte Ablenkung.
Bislang gab es keine offizielle Reaktion von Roma oder Gianluca Ranieri auf Vivianos deutliche Äußerungen. Die Situation lässt das Vereinsmanagement mit einer Erzählung von internen Konflikten zurück, während es die Zukunft plant, wobei die Glaubwürdigkeit seines operativen Ansatzes von einem ehemaligen Mannschaftsmitglied in Frage gestellt wird.



