
Ex-Mali-Star Sissoko fordert Yamal auf, seine Spanien-Zukunft nach rassistischen Beleidigungen zu überdenken
Der ehemalige malische Nationalspieler Mohamed Sissoko hat vorgeschlagen, dass der Teenager von Barcelona, Lamine Yamal, zweimal darüber nachdenken sollte, wieder für Spanien zu spielen, nachdem er von Fans rassistischen und islamophoben Beleidigungen ausgesetzt war. Der Vorfall ereignete sich während des Freundschaftsspiels Spaniens gegen Ägypten letzte Woche und löste breite Verurteilung und eine polizeiliche Untersuchung in Katalonien aus.
Sissoko, der während seiner Karriere für Valencia und Liverpool spielte, sagte dem spanischen Medienportal AS, dass er zutiefst von den Gesängen betroffen war, die sich gegen den 16-jährigen Flügelspieler richteten. Er erklärte, das Spiel hätte abgebrochen werden müssen und beschrieb die Beleidigungen als schändlich und unzulässig. Der ehemalige Mittelfeldspieler, der ebenfalls Muslim ist, brachte seine besondere Trauer über Yamal zum Ausdruck, der sich entschieden hatte, Spanien anstelle von Marokko zu vertreten.
"Es macht mich sehr traurig, dass ein Spieler wie Lamine das durchmachen musste", sagte Sissoko. "Das Bild, das Spanien projizierte, ist nicht das, das ich kenne. Lamine hat nicht verdient, was ihm passiert ist. Er hat sich entschieden, für Spanien zu spielen; er hätte Marokko wählen können. Aber er hat sich für Spanien entschieden, und Spanien hat jetzt einen der besten Spieler der Welt in seinen Reihen. Und doch musste er das erleben, was er in diesem Spiel erlebt hat." Er fügte hinzu: "Wenn ich Lamine wäre, würde ich zweimal darüber nachdenken, bevor ich wieder für Spanien spiele, ehrlich gesagt."
Sissoko verbrachte mehrere Jahre damit, während seiner Spielerkarriere in Spanien zu leben, und war bestrebt, die Handlungen einer Minderheit von der allgemeinen Bevölkerung des Landes zu trennen. Er argumentierte, dass die Verantwortlichen nicht das Spanien repräsentieren, das er erlebt hat. Er betonte jedoch die dringende Notwendigkeit zu handeln und erklärte, dass ein solches Verhalten im Jahr 2026 nicht toleriert werden könne. Seine Kommentare fügen eine bedeutende Stimme aus der Fußballgemeinschaft zu den wachsenden Protesten hinzu, zu denen auch der spanische Premierminister Pedro Sánchez die Gesänge verurteilte.
Die Beleidigungen, denen Yamal ausgesetzt war, werfen einen Schatten auf seinen schnellen Aufstieg. Der Barcelona-Wunderkind wurde im vergangenen Jahr zum jüngsten Spieler und Torschützen Spaniens aller Zeiten und gilt als Eckpfeiler für die Zukunft seines Vereins und seines Landes. Dieser Vorfall stellt eine ernsthafte Herausforderung für die Real Federación Española de Fútbol (RFEF) dar, die versprochen hat, die Verantwortlichen zu identifizieren und zu bestrafen. Es wirft auch unangenehme Fragen nach der langfristigen Beziehung des Spielers zur Nationalmannschaft auf.
Für Yamal ist die psychologische Auswirkung solcher Beleidigungen in so jungem Alter ein großes Problem. Der Rat von Sissoko unterstreicht, obwohl drastisch, den persönlichen Tribut, den diese Ereignisse fordern können. Die Reaktion der RFEF und die Wirksamkeit der anschließenden Sanktionen werden genau beobachtet, da die Fußballbehörden weltweit weiterhin mit anhaltendem Rassismus in Stadien zu kämpfen haben. Die Hoffnung ist, dass entschiedene Maßnahmen sicherstellen können, dass ein talentierter junger Spieler sich geschützt und wertgeschätzt fühlt, wenn er sein Land vertritt.



