
Ehemaliger Arsenal-Verteidiger Emmanuel Eboué enthüllt finanziellen Ruin und Entfremdung von der Familie
Der ehemalige Arsenal- und ivorische Nationalverteidiger Emmanuel Eboué hat sich über einen verheerenden finanziellen und persönlichen Zusammenbruch nach dem Ende seiner Karriere geäußert und enthüllte, dass er seine Häuser, Autos und den Kontakt zu seinen Kindern verloren hat. In einem offenen Interview im Podcast The Fifth House beschrieb der 40-Jährige einen steilen Fall, der mit einer kostspieligen Scheidung im Jahr 2017 begann.
Eboué, der auch für Galatasaray und Sunderland spielte, gab an, dass ihn das Scheidungsverfahren in England, wo er den Großteil seiner Karriere verbrachte, seiner Vermögenswerte beraubt habe. "Ich habe viele Häuser gekauft, ich hatte drei dort, ich hatte viele Autos und ich habe alles verloren", sagte Eboué laut Podcast. Er gab keine konkreten Zahlen bekannt, betonte aber das Ausmaß des Verlustes.
Der berufliche Niedergang des ehemaligen Rechtsverteidigers verschärfte seine persönlichen Probleme. Im Jahr 2016 wurde er von der FIFA für ein Jahr gesperrt, weil er seinen ehemaligen Agenten nicht bezahlt hatte. Kurz nach seinem Wechsel zu Sunderland später in diesem Jahr beendete der Verein seinen Vertrag nach nur 22 Tagen, womit seine Karriere auf höchstem Niveau effektiv beendet war. Eboué hat zuvor zugegeben, in dieser Zeit Selbstmordgedanken gehabt zu haben.
Seine Entfremdung von seiner Familie bildet ein besonders schmerzhaftes Kapitel seiner Geschichte. Eboué enthüllte, dass er seine drei Kinder seit fast fünf Jahren nicht gesehen oder gesprochen habe, da er im Zuge der Scheidung das Sorgerecht verloren hat. Dazu gehört sein Sohn Mathis Eboué, der kürzlich einen Profivertrag bei Chelsea unterschrieben hat. "Ich bin sehr traurig, weil ich nicht dabei war, als er bei Chelsea unterschrieben hat", sagte Eboué. "Seine Mutter hat mich nicht angerufen. Ich bete jeden Tag für meine Kinder. Ich bete, dass ich sie eines Tages wiedersehen kann".
Eboués Karriere bei Arsenal erstreckte sich von 2005 bis 2011, in der er über 150 Spiele bestritt und Teil des Teams war, das 2006 das Finale der UEFA Champions League erreichte. Er war bekannt für sein energiegeladenes, offensives Spiel als Außenverteidiger und war eine beliebte Figur bei den Fans. Nach seinem Abgang aus Nordlondon gewann er mehrere nationale Pokale mit Galatasaray.
Die Enthüllungen stehen in starkem Kontrast zum glamourösen Lebensstil, der oft mit Profifußballern verbunden ist, und verdeutlichen die Anfälligkeit, der Spieler nach ihrer Karriere ausgesetzt sein können. Eboués Fall unterstreicht die entscheidende Bedeutung der finanziellen Planung und der psychischen Gesundheitsversorgung für Athleten, die aus dem Sport ausscheiden. Seine Geschichte dient als Mahnung innerhalb der Fußballgemeinschaft, wo Probleme nach der Karriere, obwohl oft verborgen, nicht ungewöhnlich sind.


