
Fabregas und Inter: Der Transfer, der nie zustande kam
Cesc Fabregas und Inter Mailand wurden im Laufe der Karriere des spanischen Mittelfeldspielers mehrfach in Verbindung gebracht, aber ein Wechsel zu den Nerazzurri hat sich nie realisiert. Der jüngste Flirt fand letzten Sommer statt, wie Quellen nahe dem Verein berichten, als Inters Sportdirektoren Giuseppe Marotta und Piero Ausilio ein Angebot für den Trainer von Como machten, das jedoch vom Präsidenten des italienischen Vereins abgewiesen wurde.
Die Geschichte von Fabregas und Inter begann jedoch viel früher, mit dem ersten Kontakt im Jahr 2003. Als 16-jähriges Talent, das die berühmte Jugendakademie La Masia des FC Barcelona verließ, war der junge Spanier ein Ziel für die Nerazzurri. Der ehemalige Inter-Scout Pierluigi Casiraghi, der Talentspäher des Vereins, der 2018 verstarb, war maßgeblich an dem ersten Anlauf beteiligt. Der Verein unterbreitete dem Teenager ein bedeutendes Angebot, der gerade als bester Spieler der FIFA U-17-Weltmeisterschaft ausgezeichnet worden war. Fabregas entschied sich jedoch letztendlich für den Weg zu Arsenal und Arsène Wenger, angelockt von der Aussicht auf regelmäßige Einsätze in der ersten Mannschaft in Nordlondon.
Sechs Jahre später, im Sommer 2009, kreuzten sich die Wege der Vereine beinahe erneut. Der damalige Inter-Präsident Massimo Moratti war ein bekannter Bewunderer von Fabregas, der mittlerweile ein Star bei Arsenal war. Trainer José Mourinho, der ein Team für den Gewinn des Triple-Titels aufbaute, wollte den Spanier zum kreativen Zentrum seiner Mannschaft machen. Trotz des großen Interesses und eines wichtigen Projekts in San Siro entschied sich Fabregas, für eine weitere Saison bei den Gunners zu bleiben, eine Entscheidung, die einen möglichen Wechsel nach Italien um über ein Jahrzehnt verschob.
Das jüngste Kapitel dieser fast-Geschichte spielte sich erst im letzten Jahr ab. Nach dem Abgang von Simone Inzaghi identifizierten Inters Führungskräfte Marotta und Ausilio Fabregas als potenziellen Trainer. Sie machten ein offizielles Angebot an Como, wo Fabregas seine Trainerkarriere als Spielertrainer begann. Der Präsident von Como, Mirwan Suwarso, lehnte jedoch unmissverständlich ab und erklärte, der Verein habe "unsere Ablehnung direkt an Inter-Präsident Marotta mitgeteilt". Fabregas, der Inters Spielweise unter Inzaghi häufig gelobt hat, blieb letztendlich in der Lombardei.
Fabregas hat als Spieler nie gegen Inter gespielt und noch keinen Sieg gegen sie errungen, eine Bilanz, die er als Trainer ändern möchte, wenn sein Team Como am Wochenende den neu gekrönten Meister der Serie A empfängt. Die lange, verwobene und letztendlich unerfüllte Geschichte zwischen dem spanischen Spielmacher und dem italienischen Giganten verleiht dem Spiel am Wochenende eine zusätzliche Spannung, eine subtile Erinnerung an einen Transfer, der trotz mehrerer knapper Momente nie hätte stattfinden dürfen.



