Der Italienische Fußballverband (FIGC) sucht einen hochkarätigen Trainer, um die Nationalmannschaft zu führen. Präsident Giovanni Malagò erwähnte in einem Interview mit Sky Sports die Suche nach einer „mammasantissima“ – ein Begriff, der ursprünglich zur Beschreibung eines Mafia-Bosses verwendet wurde, in diesem Zusammenhang aber eine hoch angesehene und einflussreiche Persönlichkeit bedeutet.
Die Suche erfolgt nach dem Abgang von Roberto Mancini und Andrea Pirlo wird ebenfalls als potenzieller Kandidat in Betracht gezogen. Malagò räumte ein, dass die Verfügbarkeit und die finanziellen Forderungen eines so renommierten Trainers geprüft werden müssen, und wies darauf hin, dass das derzeitige Budget des Verbandes, obwohl es gegenüber früheren Vereinbarungen erhöht wurde, seine Möglichkeiten einschränkt. Er erklärte, dass die FIGC derzeit das Gehalt von Gennaro Gattuso in Höhe von 800.000 Euro pro Jahr in den Büchern hat, aber davon ausgeht, ihrem nächsten Engagement mindestens 3 Millionen Euro pro Saison anbieten zu müssen.
Es laufen Gespräche mit den Vereinen der Serie A, um finanzielle Beiträge zum Projekt zu sichern, unter der Leitung von Inter-Präsident Beppe Marotta. Die Mittel sollen die umfassende Restrukturierung des Nationalmannschaftsaufbaus unterstützen, die von Paolo Maldini und Leonardo angeführt wird, und nicht nur das Gehalt des Trainers. Während die großen Vereine Präferenzen haben, soll Malagò eine Rückkehr von Mancini bevorzugt haben.
Malagò betonte die Bedeutung einer vollständigen Einigung zwischen allen am Ernennungsprozess beteiligten Parteien. Er gab bekannt, dass es zwei Wochen dauerte, Maldini und Leonardo davon zu überzeugen, dem Projekt beizutreten, und forderte weiterhin Geduld, während die Verhandlungen voranschreiten. Die FIGC erwägt auch eine langfristige Strategie, um einen Trainer innerhalb des italienischen Fußballsystems zu entwickeln, und nannte den Erfolg von Lionel Scaloni mit Argentinien und Luis de la Fuente mit Spanien als Beispiele für Trainer, die sich durch die Reihen nach oben gearbeitet haben.
Obwohl kein formelles Angebot gemacht wurde, ist der Name Pep Guardiola im Zusammenhang mit der Rolle aufgetaucht und repräsentiert die Art von hoch begehrtem Trainer, den die FIGC in Betracht zieht. Die finanziellen Realitäten könnten sich jedoch als ein erhebliches Hindernis bei der Anwerbung eines Trainers von Guardiolas Statur erweisen.



