Federico Dimarco stellte am Samstag beim 2:2-Unentschieden von Inter Mailand auswärts gegen Torino einen neuen Serie-A-Rekord für Assists in einer einzigen Saison auf. Der italienische Nationalspieler lieferte die entscheidenden Pässe für beide Tore von Inter und erhöhte damit seine Bilanz auf 17 für die Saison, womit er den bisherigen Rekord von 16, aufgestellt von Papu Gómez in der Saison 2019/20, übertraf. Das Ergebnis bedeutet, dass Inter nächste Woche beim Spiel gegen Parma einen Sieg benötigt, um sich rechnerisch ihren 21. Scudetto zu sichern.
Dimarcos historische Beiträge kamen durch Tore von Marcus Thuram in der 23. Minute und Yann Bisseck in der 61. Minute zustande, wodurch die Tabellenführer eine dominante Position im Stadio Olimpico Grande Torino einnahmen. Thurams Kopfballtor war sein 12. Serie-A-Tor der Saison und setzte die starke Debütsaison des französischen Stürmers seit seinem ablösefreien Wechsel vom Borussia Mönchengladbach im vergangenen Sommer fort. Bissecks Tor, ebenfalls per Kopfball, unterstrich die Gefahr, die Inter durch Flanken von den Flügeln ausging.
Trotz der Zwei-Tore-Führung kassierte Inter in den letzten zwanzig Minuten zwei Gegentore, wobei Giuliano Simeone in der 70. Minute traf, bevor Nikola Vlašić neun Minuten später einen Elfmeter verwandelte, um einen Punkt für die Gastgeber zu sichern. Laut Spielberichten war Inter-Mittelfeldspieler Piotr Zieliński mit einem Schuss, der den Pfosten traf, knapp davor, in letzter Minute den Siegtreffer zu erzielen. Die verlorenen Punkte verzögern die Meisterschaftsfeier von Inter, obwohl ihre komfortable Führung an der Tabellenspitze weiterhin intakt ist.
Der Assistrekord festigt Dimarcos Status als einen der kreativsten Verteidiger im europäischen Fußball. Der 26-Jährige, ein Produkt der Inter-Jugendakademie, ist unter Trainer Simone Inzaghi eine feste Größe, wobei seine Vorstöße und präzisen Flanken von der Position des Linksverteidigers zu einem Markenzeichen des Inter-Spiels geworden sind. Seine Rekordsaison fällt in eine Phase des anhaltenden Teamerfolgs, wobei Inter in dieser Saison auch die späteren Runden der UEFA Champions League erreicht hat.
Für Torino, trainiert vom ehemaligen Inter-Verteidiger Ivan Jurić, gibt der erkämpfte Punkt einen Aufschwung im Kampf um einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Das Ergebnis demonstriert ihre Widerstandsfähigkeit, obwohl sie im Mittelfeld der Serie A bleiben. Der Fokus verlagert sich nun ganz auf die Spiele des kommenden Wochenendes, in denen Inter die erste Gelegenheit haben wird, die Meisterschaft vor ihren Heimfans im San Siro zu gewinnen, eine passende Bühne, um potenziell eine historische individuelle Leistung für einen der ihren zu krönen.




