Laut Berichten von L’Équipe ist der ehemalige brasilianische Nationalspieler Filipe Luis der klare Favorit, um der nächste Trainer von AS Monaco zu werden. Der 40-Jährige soll Sébastien Pocognoli an der französischen Riviera ablösen und wird damit seine zweite Trainerstation nach einer erfolgreichen, wenn auch kurzen Zeit beim Flamengo antreten.
Luis beendete seine Spielerkarriere kürzlich bei Flamengo, wo er sowohl auf als auch neben dem Platz eine herausragende Zeit hatte. Er wechselte schnell ins Trainergeschäft, zunächst als Trainer der U17-Mannschaft des Vereins, bevor er im September 2024 nach der Rücktritt von Tite zum Cheftrainer der ersten Mannschaft ernannt wurde. Während seiner Amtszeit gewann er bemerkenswerte fünf Titel: die Copa do Brasil, die Supercopa, die Campeonato Carioca, die Copa Libertadores und die Brasileirão. Trotz einer knappen Niederlage gegen Paris Saint-Germain im Intercontinental Cup etablierte sich sein Erfolg als der erfolgreichste Trainer im brasilianischen Fußball in seinem Alter.
Bruno Spindel, ein ehemaliger Direktor von Flamengo, hob Luis' einzigartige Qualitäten hervor und erinnerte sich an ein Treffen in Madrid im Jahr 2019, bei dem er das Potenzial des Spielers als zukünftiger Trainer erkannte. Spindel bemerkte Luis' „Vision und Intelligenz“ und trug sogar finanziell zur Verpflichtung eines Co-Trainers, Ivan Palanco, bei, was sein Engagement für den Aufbau eines starken Trainerteams demonstrierte. Luis' Engagement und Führungsqualitäten wurden auch durch seine Bereitschaft unterstrichen, seinen Freund und Spieler Pedro öffentlich in Bezug auf seine Trainingshaltung herauszufordern, was letztendlich zu einer Leistungssteigerung führte.
Charles Hembert, ein ehemaliger Co-Trainer bei Flamengo, lobte Luis' Neugier und taktisches Verständnis und sagte, er habe „noch nie einen so neugierigen Spieler getroffen“. Luis analysierte ständig Trainingseinheiten, hinterfragte Taktiken und entwickelte seine eigenen Ideen, was ein tiefes Verständnis des Spiels signalisierte. Dieser analytische Ansatz, kombiniert mit seiner Erfahrung im europäischen und südamerikanischen Fußball, wird als ein bedeutender Vorteil angesehen. Walter Casagrande, ein ehemaliger brasilianischer Nationalspieler, glaubt, dass Luis „europäischen taktischen Sinn mit südamerikanischer Intuition“ verbindet, was ihn zu einem herausragenden Kandidaten macht.
Luis' Ernennung in Monaco stellt einen wichtigen Schritt in seiner Trainerkarriere dar und bietet ihm die Möglichkeit, seine Fähigkeiten in einer wettbewerbsfähigen europäischen Liga zu testen. Sein Erfolg bei Flamengo deutet darauf hin, dass er die Qualitäten besitzt, um in der Ligue 1 erfolgreich zu sein und sich möglicherweise als einer der führenden Trainer der Welt zu etablieren.


