Chelsea hat einen Rückschlag in der Suche nach einem neuen Cheftrainer erhalten, nachdem Francesco Farioli, der Trainer von Porto, öffentlich sein Engagement für den portugiesischen Verein bekräftigt hat. Der italienische Trainer, der lose mit der Vakanz an der Stamford Bridge in Verbindung gebracht worden war, erklärte, er sei „sehr glücklich“ bei Porto und distanzierte sich damit von den Spekulationen.
Die Blues suchen einen neuen Cheftrainer, nachdem sie Liam Rosenior letzten Monat nach einer katastrophalen Serie von fünf Niederlagen in Folge in der Premier League entlassen hatten. Der Trainer der Jugendakademie, Calum McFarlane, hat die Mannschaft bereits zum zweiten Mal in dieser Saison interimistisch übernommen und ins FA Cup-Finale geführt. Die Führungsebene von Chelsea hat nun die Aufgabe, einen Nachfolger für die langfristige Perspektive zu finden, wobei Namen wie Andoni Iraola, Marco Silva und Cesc Fàbregas ebenfalls im Gespräch sind.
Farioli machte seine Aussagen gegenüber dem portugiesischen Fernsehsender sport tv nach Portos 2:1-Sieg gegen Estrela Amadora, einem Ergebnis, das sie mit sieben Punkten Vorsprung an der Spitze der Liga Portugal hält. „Ich bin der Trainer von Porto und ich bin sehr glücklich, hier zu sein“, sagte er. Es ist nicht das erste Mal, dass der 37-Jährige seine Loyalität zum Ausdruck bringt; im Januar erklärte er sich „voll und ganz verpflichtet“ dem Verein und sprach von einer tiefen Verbundenheit mit dem Präsidenten und dem Projekt.
Die Karriere des Italieners hat einen rasanten Aufstieg genommen. Er begann als Torwarttrainer unter Roberto De Zerbi bei Benevento und Sassuolo, bevor er zu türkischen Vereinen wie Fatih Karagumruk und Alanyaspor wechselte. Eine Saison bei Nizza, in der er einen fünften Platz in der Ligue 1 erreichte, folgte ein umstrittener Aufenthalt bei Ajax. Dort verspielte seine Mannschaft mit fünf verbleibenden Spielen einen Vorsprung von neun Punkten und verlor den Eredivisie-Titel 2024-25 an PSV, was zu seiner Entlassung führte.
Sein Wechsel zu Porto im vergangenen Sommer hat sich als erfolgreich erwiesen, und der Verein ist nun auf dem besten Weg, die nationale Meisterschaft zu gewinnen. Laut Ben Jacobs von talkSPORT befindet sich Chelseas Prozess zur Nachfolge von Rosenior noch in einem frühen Stadium, und Farioli war nur ein vorläufiger Kandidat. Die prominenteren Namen, die in Betracht gezogen werden, sind der scheidende Trainer von Bournemouth, Iraola, Fulhams Silva und der ehemalige Chelsea-Mittelfeldspieler Fàbregas, der nun als Trainer bei Como überzeugt.
Im Moment liegt der unmittelbare Fokus von Chelsea auf dem FA Cup-Finale gegen Manchester City am 16. Mai unter der Leitung von McFarlane. Die langfristige Suche nach einem neuen Trainer geht weiter, aber eine potenzielle Option scheint sich zu schließen, da Farioli darauf hinarbeitet, auf einer soliden Grundlage bei Porto aufzubauen.



