Der Französische Fußballverband (FFF) hat seine Absicht angekündigt, Gianni Infantino bei der bevorstehenden FIFA-Präsidentschaftswahl im März 2027 zu unterstützen. Laut L’Équipe wurde diese Entscheidung getroffen, um mögliche Konsequenzen von der FIFA zu vermeiden, wobei FFF-Präsident Philippe Diallo einen vorsichtigen Ansatz priorisierte. Es wird weithin erwartet, dass Infantino eine vierte Amtszeit sichern wird, die seine Präsidentschaft bis 2031 verlängern würde.
Die Unterstützung des FFF erfolgt trotz früherer Kritik von Diallo an Infantino und der FIFA, insbesondere in Bezug auf die finanzielle Verteilung an die nationalen Verbände vor der letzten Weltmeisterschaft. Die FFF soll jedoch bestrebt sein, positive Beziehungen zur FIFA aufrechtzuerhalten, in der Hoffnung, die Bewerbung Frankreichs um die Austragung der Weltmeisterschaft 2038 zu fördern. Diese strategische Ausrichtung deutet auf eine pragmatische Kalkulation des FFF hin, die frühere Missstände mit zukünftigen Ambitionen abwägt.
Infantino wurde erstmals 2016 zum FIFA-Präsidenten gewählt und löste Sepp Blatter inmitten weitverbreiteter Korruptionsvorwürfe ab. Er kandidierte mit einer Plattform der Reform und erhöhten finanziellen Transparenz innerhalb der Organisation. Seine Amtszeit war von einer Erweiterung der Weltmeisterschaft auf 48 Mannschaften geprägt, ein Schritt, der sowohl Unterstützung als auch Kontroversen in der Fußballwelt hervorrief.
Obwohl bisher kein anderer Kandidat formell seine Absicht erklärt hat, Infantino herauszufordern, scheint seine Position angesichts der Unterstützung einflussreicher Verbände wie Frankreich gesichert. Die bevorstehende Wahl wird dennoch genau beobachtet werden, da sie die zukünftige Richtung der globalen Fußballverwaltung bestimmen wird. Die Entscheidung des FFF unterstreicht das komplexe Zusammenspiel zwischen nationalen Interessen und dem breiteren politischen Umfeld innerhalb der FIFA.




