Der SC Freiburg trifft am Donnerstag in Portugal im Hinspiel des UEFA Europa League Halbfinales auf den SC Braga. Für Freiburg ist dies der erste Auftritt in einem europäischen Halbfinale, während Braga auf einen erneuten Finaleinzug hofft, nachdem sie die Saison 2010/11 im Finale gegen Porto verloren hatten.
Laut Spielvorschau kommt Freiburg nach einer schwierigen Phase im Inland, nachdem sie im DFB-Pokal Halbfinale gegen den VfB Stuttgart und in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund verloren hatten. Ihre europäische Form war jedoch beeindruckend, mit 11 erzielten und nur zwei kassierten Toren in ihren letzten drei Europa League Spielen, einschließlich K.o.-Siege gegen Genk und Celta Vigo. Die Sicherung eines europäischen Startplatzes für nächste Saison hängt nun entweder vom Gewinn dieses Wettbewerbs oder davon ab, in der deutschen Liga vor Eintracht Frankfurt zu landen.
Braga, unter der Leitung von Interimstrainer Julio Velázquez, erreichte dieses Stadium mit einem dramatischen 5:3-Gesamtsieg gegen Real Betis aus Spanien im Viertelfinale. Im Inland kämpfen sie weiterhin um einen europäischen Platz in der Liga Portugal, trotz einer jüngsten Niederlage. Das portugiesische Team verfügt über beträchtliche Erfahrung gegen deutsche Vereine, mit fünf Siegen in 13 vorherigen Begegnungen gegen Mannschaften der Bundesliga, darunter Siege gegen Hoffenheim und Union Berlin.
In Bezug auf die Teamaufstellung muss Freiburg den verletzten Patrick Osterhage ersetzen, während Jordy Makengo hofft, von einem Muskelproblem zurückzukehren. Trainer Julian Schuster hat trotz eines engen Spielplans nur wenige Änderungen an seiner Startelf vorgenommen. Braga muss auf den gesperrten PSG-Leihspieler Gabriel Moscardo verzichten, kann aber auf Torschützenkönig Rodrigo Zalazar, ehemaligen Hoffenheim-Mittelfeldspieler Florian Grillitsch und Ex-Bayern-München-Verteidiger Bright Arrey-Mbi zählen, die alle Bundesliga-Erfahrung haben.
Die voraussichtlichen Aufstellungen deuten darauf hin, dass Braga mit Lukas Horniceck im Tor beginnen wird, während Freiburg voraussichtlich Noah Atubolu aufstellen wird. Der taktische Kampf im Mittelfeld, mit Spielern wie Grillitsch und Freiburgs Maximilian Eggestein, könnte entscheidend sein. Für Freiburg würde ein Erfolg in diesem ersten Auswärtsspiel einen entscheidenden Vorteil vor dem Rückspiel in Deutschland nächste Woche bedeuten und ihre beiden europäischen Qualifikationswege am Leben erhalten.



