
Gasperini umreißt Transferstrategie der Roma, Malen als Zielspieler
Der Trainer von Roma, Gian Piero Gasperini, hat eine klare Transferstrategie für den Verein umrissen und Donyell Malen von Borussia Dortmund als Zielspieler genannt. Er betonte die Notwendigkeit eines ausgeglichenen Kaders. Auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel von Roma gegen Pisa betonte Gasperini, dass der unmittelbare Fokus auf die Sicherung eines Champions-League-Platzes liege, die Kaderplanung folge später.
Gasperini betonte, dass die Qualifikation für die Champions League das primäre, selbstgesteckte Ziel für die Saison sei. „Der Verein hat mich nie nach der Champions League gefragt, es ist ein Ziel, das wir uns selbst gesetzt haben“, erklärte er und fügte hinzu, dass die Mannschaft dieses Ziel zuerst erreichen müsse, bevor wesentliche Kaderänderungen in Betracht gezogen werden.
Gasperini deutete eine klare Transferphilosophie an und distanzierte den Verein von zwei Extremen. Er erklärte, dass der Verein nicht mehr bereit sei, Spieler mit sehr hohen Gehaltsforderungen zu verpflichten, warnte aber gleichzeitig vor einer zu großen Abhängigkeit von jungen Spielern. „Man kann Spieler mit hohen Verträgen holen, aber die Vereinsführung hat das nicht mehr vor“, sagte er. „Die andere Idee ist, sehr junge Spieler zu holen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ein Verein wie Roma zu viele aufnehmen kann, denn mit zu vielen jungen Spielern senkt man die Ambitionen.“
Er identifizierte ein spezifisches Profil als ideales Ziel und nannte Donyell Malen, den niederländischen Flügelspieler von Borussia Dortmund, und Wesley, den brasilianischen Flügelspieler von Club Brugge, als Beispiele für das Marktsegment, das Roma anstreben wird. „Das Ideal ist das Malen-Wesley-Profil, in Bezug auf Kosten, Gehalt usw.“, erklärte Gasperini. „Es ist nicht einfach, aber es ist möglich.“ Er betonte die Notwendigkeit eines Mittelwegs und konzentrierte sich auf wenige, wirkungsvolle Neuverpflichtungen anstatt auf eine hohe Anzahl neuer Spieler, in Anlehnung an die hohe Fluktuation der letzten beiden Jahre.
Gasperini ging auch auf die Vertragsituationen mehrerer Spieler ein, darunter die des Kapitäns Lorenzo Pellegrini, dessen Vertrag 2025 ausläuft. Er lobte die Mentalität des Teams und erklärte, dass sein Fokus ausschließlich auf die letzten sieben Spiele gerichtet sei. Der Trainer klärte auch seine Beziehung zum Sportdirektor Florent Ghisolfi und zur CEO Lina Souloukou und erklärte, dass sein einziges Ziel darin bestehe, „Teams zu verbessern und stärker zu machen“.
Mit einer entscheidenden Phase vor sich machte Gasperini deutlich, dass alle Gespräche über das Sommer-Transferfenster zweitrangig seien. „Jetzt müssen wir an Pisa denken. Wenn wir gewinnen, sind wir näher dran. Jetzt denke ich nur an Pisa“, schloss er und vertagte alle Transferdiskussionen auf das Saisonende.


