Der Trainer von Lazio Rom, Rino Gattuso, soll die Pläne des Vereins bezüglich des Verteidigers Mario Gila geändert haben und damit einen zuvor erwarteten Verkauf möglicherweise rückgängig machen. Gila, der Lazio im Sommer 2022 beitrat, hat noch ein Jahr Vertrag und die Gespräche über eine Verlängerung sind ins Stocken geraten, da der Spieler signalisiert hat, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen.
Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass Gila in diesem Sommer verkauft werden würde, aber Gattusos Ankunft hat zu einer Neubewertung geführt. Ein wichtiger Faktor, der diese Veränderung beeinflusst, ist eine Klausel in Gilas ursprünglichem Transfer vom Real Madrid, die besagt, dass Lazio 50 % aller erhaltenen Transfererlöse an den spanischen Verein zahlen muss. Angesichts von Gilas Vertragssituation werden potenzielle Interessenten wahrscheinlich nicht mehr als 20 Millionen Euro bieten, was bedeuten würde, dass Lazio aus einem Verkauf nur etwa 10 Millionen Euro einnehmen würde.
Der Verein erwägt nun, Gilas Vertrag auslaufen zu lassen, obwohl er ihn im nächsten Jahr ablösefrei verlieren würde. Dies würde es ihnen ermöglichen, einen Spieler zu halten, den Gattuso für die kommende Saison als entscheidend ansieht, insbesondere angesichts der wahrgenommenen Schwierigkeit, innerhalb desselben Budgets einen geeigneten Ersatz zu finden. Lazio gab vor vier Jahren 5,5 Millionen Euro aus, um Gila vom Real Madrid zu verpflichten.
Um sich auf Gilas möglichen Abgang vorzubereiten, hat Lazio bereits die Verpflichtung von Sergi Dominguez, einem spanischen Innenverteidiger, der in Barcelona geboren wurde, für etwa 3 Millionen Euro gesichert. Die offizielle Bekanntgabe von Dominguezs Ankunft wird voraussichtlich Anfang Juli erfolgen, und er wird als langfristiger Nachfolger von Gila angesehen. Der Plan ähnelt der Entwicklung von Frederik Provstgaard, der hinter Alessio Romagnoli gefördert wurde.
Gila selbst hat sich öffentlich nicht zu seiner Zukunft geäußert, soll aber offen für einen weiteren Verbleib bei Lazio sein. Ein Verbleib in Rom würde es ihm ermöglichen, sein Spiel weiterzuentwickeln und möglicherweise einen lukrativeren Vertrag zu sichern, wenn er ablösefrei wird, was seine Verhandlungsposition gegenüber interessierten Vereinen erhöhen würde. Er hat derzeit mehrere Angebote, aber keines davon wurde als überzeugend genug angesehen, um einen Wechsel zu bewirken.




