Die Bemühungen von Genoa, Alan Virginius vom Young Boys Bern zu verpflichten, sind laut L’Équipe ins Stocken geraten. Der 23-jährige Stürmer hatte zuvor eine grundsätzliche Einigung mit dem Schweizer Verein, die einen möglichen Abgang in diesem Sommer erlaubte, aber Young Boys hat Berichten zufolge seine Position geändert und beabsichtigt nun, ihn zu halten.
Virginius, dessen Vertrag bei Young Boys bis 2029 läuft, hatte das Interesse mehrerer Vereine geweckt, wobei Genoa die Nase vorn hatte. Auch Anderlecht und Paderborn haben in den letzten Wochen Interesse am ehemaligen Spieler von Sochaux und Lille bekundet, aber alle Anfragen wurden vom Verein aus Bern abgelehnt. Die Positionsänderung scheint finanziell motiviert zu sein.
Quellen, die mit den Verhandlungen vertraut sind, deuten darauf hin, dass Young Boys nun eine Ablösesumme in Höhe von 10 bis 15 Millionen Euro für Virginius fordert. Dies stellt eine deutliche Erhöhung gegenüber allen zuvor diskutierten Bewertungen dar und ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die festgefahrenen Verhandlungen mit Genoa. Virginius ist zwar kein Stammspieler bei Young Boys, aber sein Potenzial und sein Alter machen ihn zu einem wertvollen Vermögenswert.
Die Karriere des Spielers führte ihn durch die Jugendabteilung von Sochaux, bevor er 2021 zu Lille wechselte. Er schloss sich im Januar 2023 den Young Boys an und war sowohl in der Schweizer Super League als auch in europäischen Wettbewerben sporadisch im Einsatz. Genoa, das derzeit versucht, seine Offensivoptionen vor der neuen Serie-A-Saison zu verstärken, hatte Virginius als Schlüsselziel identifiziert, muss aber nun sein Angebot deutlich erhöhen, um den Forderungen von Young Boys gerecht zu werden.
Sollte Young Boys auf seiner Bewertung beharren, könnte Genoa gezwungen sein, alternative Ziele zu prüfen. Die Situation könnte auch Virginius dazu veranlassen, seine Optionen zu überdenken und möglicherweise einen Wechsel zu einem Verein anzustreben, der eher bereit ist, die Ablöseforderungen von Young Boys zu erfüllen. Diese Entwicklung könnte die Offensivverstärkungen von Genoa vor der neuen Saison einschränken.



