
Gerard Piqué mit 12.000 Euro Strafe belegt wegen Konfrontation mit Schiedsrichter in Tunnel-Zwischenfall
Der ehemalige Barcelona-Verteidiger Gerard Piqué wurde mit 12.000 Euro Strafe belegt, nachdem er sich während eines Zweitligaspiels in Spanien mit einem Schiedsrichter angelegt hatte. Der Vorfall ereignete sich in der Halbzeitpause eines Spiels zwischen seinem Verein, FC Andorra, und Málaga am 1. April. Die Wettbewerbskommission des spanischen Fußballverbands (RFEF) gab diese Woche die Strafe bekannt.
Laut dem Bericht des Schiedsrichters ereignete sich der Vorfall im Tunnel nach der ersten Halbzeit. Der Schiedsrichter gab an, dass Piqué, Eigentümer und Präsident des FC Andorra, „sich auf aggressive Weise dem ersten Assistenten des Schiedsrichters näherte, ihn anbrüllte und mit dem Finger nur Zentimeter vor dem Gesicht des Offiziellen zeigte“. Der Bericht besagt, dass Piqué wiederholt rief: „Das ist ein historischer Raub“ und „Ich werde das auf Twitter posten“.
Der Disziplinarausschuss des spanischen Verbands stufte die Handlungen des 37-Jährigen als schwerwiegendes Vergehen ein. Die Strafe von 12.000 Euro ist die jüngste in einer Reihe von finanziellen Strafen für den ehemaligen spanischen Nationalspieler. Piqué wurde in dieser Saison bereits zweimal mit jeweils 9.000 Euro Strafe belegt, nachdem er zuvor für einen weiteren Vorfall zu Beginn der Saison keine Strafe erhalten hatte. Der Ausschuss wies darauf hin, dass wiederholte Vergehen von Piqué in Zukunft zu noch härteren Strafen für seinen Verein führen könnten, einschließlich eines möglichen Punktabzugs für den FC Andorra.
Dies ist nicht Piqués erste hochkarätige Konfrontation mit Schiedsrichtern. Sein letztes Profispiel für Barcelona im November 2022 endete mit einer roten Karte wegen unsportlichen Verhaltens, ein Vorfall, der nun ein wiederkehrendes Thema in seiner Karriere nach seiner aktiven Zeit als Klubfunktionär zu sein scheint. Die jüngste Strafe unterstreicht den intensiven und oft kontroversen Charakter des Übergangs des ehemaligen Verteidigers in die Vereinsführung und -verwaltung.
Piqué kaufte den FC Andorra im Jahr 2018 und hat den Aufstieg des Vereins von den unteren Ligen des spanischen Fußballs in die Segunda División überwacht. Der Verein kämpft derzeit, um den Abstieg aus der Segunda División zu vermeiden. Die Strafe ist eine erhebliche persönliche Sanktion und unterstreicht den intensiven Druck und die hohen Einsätze in den Aufstiegs- und Abstiegsspielen der spanischen zweiten Liga. Der Bericht des Verbands deutet darauf hin, dass zukünftige Vergehen durch den Vereinsbesitzer zu schwerwiegenderen sportlichen Strafen für das Team selbst führen könnten.



