
Gianluigi Donnarumma Spricht Über Den Weltcup-Schmerz Italiens
Der Torwart von Inter und Paris Saint-Germain, Gianluigi Donnarumma, hat sich zum ersten Mal seit dem Scheitern Italiens bei der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 öffentlich geäußert und beschrieb den Schmerz der Ausscheidung des Landes als "sehr, sehr schwer zu verdauen". Das emotionale Interview des Torwarts mit Sky Sport Italia folgt, nachdem Italien sensationell von Nordmazedonien in den Play-offs aus der WM-Qualifikation ausgeschieden ist, ein Ergebnis, das den italienischen Fußball in eine Phase der tiefen Selbstreflexion gestürzt hat.
Donnarumma, der in der schicksalhaften Nacht in Palermo letzte Woche Kapitän war, verbarg seine Verzweiflung nicht. "Die ersten Tage waren am schwersten zu verdauen", gab der 23-Jährige zu. "Die Wahrheit ist, wir müssen reagieren. Das waren sehr harte und anstrengende Tage, für mich und für alle Italiener. Wir haben uns alle so sehr gewünscht, zur Weltmeisterschaft zu fahren, leider haben wir es nicht geschafft und wir müssen es akzeptieren. Wir müssen weitermachen, auch wenn es wehtut, es tut wirklich sehr weh".
Der Torwart von Paris Saint-Germain, der eine Schlüsselrolle beim triumphalen Gewinn der Euro 2020 durch Italien spielte, hat noch nie bei einer Weltmeisterschaft gespielt und wird 29 Jahre alt sein, wenn das Turnier 2026 stattfindet. Er war Teil des Kaders, der sich nicht für das Turnier 2018 in Russland qualifizieren konnte und hat nun die zweite Weltmeisterschaft in Folge mit der Azzurri verpasst. In dem Interview beeilte sich Donnarumma, aktuelle Spekulationen über die finanziellen Forderungen der Nationalmannschaft zu entkräften und erklärte: "Als Kapitän habe ich den italienischen Verband nie um einen einzigen Euro gebeten. Niemand hat jemals etwas vom Verband gefordert".
Trotz der erdrückenden Enttäuschung schlug der Europameister von 2021 eine Note der Widerstandsfähigkeit und Verantwortung an. Er betonte die Notwendigkeit, dass das Team und die Nation nach vorne blicken. "Wir müssen weitermachen, auch wenn es wehtut, es tut wirklich sehr weh. Es ist hart, aber wir müssen mit Kraft und mit der Überzeugung weitermachen, dass Italien wieder großartig werden wird", sagte er und richtete seine Botschaft an eine Nation, die Fussballhoffnung benötigt. Der 23-Jährige, der letzten Sommer einen hochkarätigen ablösefreien Wechsel vom AC Mailand zum Paris Saint-Germain vollzog, wird nun voraussichtlich zu seinen Vereinsaufgaben zurückkehren, wobei sein Verein in einem engen Titelrennen in der Ligue 1 steckt.
Das Interview markiert einen seltenen und offenen Moment der nationalen Reflexion, angeführt von einer der führenden Figuren des Teams. Donnarruamas Worte sind ein klarer Versuch, den Heilungsprozess sowohl für die Spieler als auch für die Fans einzuleiten, während Italien sich auf die Europameisterschaft 2024 und letztendlich auf die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika vorbereitet.



