
Giovanni Malagò als Favorit für das Amt des italienischen Fußballverbandspräsidenten
Laut Quellen hat sich Giovanni Malagò als Konsenskandidat der Serie A für das Amt des nächsten Präsidenten der Italienischen Fußballverbands (FIGC) herauskristallisiert. Der ehemalige Präsident des Italienischen Nationalen Olympischen Komitees (CONI) wird voraussichtlich als Kandidat der Liga für die Wahl am 22. Juni nominiert.
Die Versammlung der Serie-A-Vereine, die Lega Serie A, wird eine entscheidende Sitzung abhalten, um die Nominierung zu besprechen. Der 64-jährige Malagò, der das CONI von 2013 bis 2023 leitete, hat Berichten zufolge die Unterstützung mehrerer Top-Vereine Italiens gewonnen. Aurelio De Laurentiis, Präsident von Napoli, der früher ein Kritiker von Malagò war, ist nun ein wichtiger Unterstützer, und der Kandidat genießt auch die Unterstützung von Vereinen wie Juventus, AC Mailand, AS Rom und Inter Mailand, deren CEO, Giuseppe Marotta, ein überzeugter Befürworter ist.
Diese breite Unterstützung aus der Serie A wird als entscheidend angesehen, da die offizielle Unterstützung der Liga ein bedeutender Schritt für jeden Kandidaten ist. Die Liga wird voraussichtlich eine formelle Abstimmung abhalten, um Malagò als ihren Kandidaten zu bestätigen, wobei eine einfache Mehrheit von 11 von 20 Vereinen für die Nominierung erforderlich ist. Berichten zufolge ist seine Unterstützung groß genug, um eine viel größere Mehrheit zu sichern, was ihm eine starke Position vor der breiteren FIGC-Wahl verschaffen würde. Die Unterstützung der großen Vereine wird als entscheidender Faktor für die Konsolidierung seiner Kandidatur gegen potenzielle Rivalen angesehen.
Malagòs Hauptkonkurrent um die Präsidentschaft der FIGC wird voraussichtlich der derzeitige Vizekommissar des Italienischen Fußballverbands, Gabriele Gravina, sein, der noch nicht offiziell zurückgetreten ist, aber voraussichtlich dies tun wird. Andere potenzielle Kandidaten, wie Adriano Galliani von Monza, haben Berichten zufolge ihre Kandidatur zurückgezogen, wobei Galliani selbst Malagò als "den bestmöglichen Präsidenten" unterstützt. Die Regierung hat durch Sportminister Andrea Abodi Berichten zufolge eine Präferenz für ein "neues Gesicht" geäußert, hat sich aber nicht gegen Malagòs Kandidatur ausgesprochen.
Der Weg ist jedoch nicht ganz frei. Einige kleinere Serie-A-Vereine sind Berichten zufolge skeptisch gegenüber Malagò aufgrund seiner potenziellen Unterstützung für eine Reduzierung der Liga von 20 auf 18 Mannschaften, einem kontroversen und unpopulären Vorschlag bei vielen Vereinen. In der Zwischenzeit werden andere Persönlichkeiten innerhalb des Fußballverbands, darunter Gravina und der ehemalige FIGC-Präsident Carlo Tavecchio, als potenzielle Alternativen angesehen oder manövrieren um Einfluss in einer Nachwahl-Landschaft. Die Italienische Fußballervereinigung (AIC) drängt ebenfalls auf einen Kandidaten mit Spielerhintergrund, wobei Namen wie Demetrio Albertini, Damiano Tommasi und Alessandro Del Piero als potenzielle zukünftige Führungskräfte genannt werden, obwohl sie derzeit nicht als Favoriten für die Präsidentschaft gelten.
Ein Schlüsselfaktor wird die Position der italienischen Regierung sein. Während Minister Abodi keinen Kandidaten unterstützt hat, hat die Regierung die Befugnis, einen außerordentlichen Kommissar zur Leitung der FIGC zu ernennen, wenn der Wahlprozess scheitert oder ins Stocken gerät. Diese Option bleibt ein letztes Mittel. Die kommenden Tage, die in der Versammlung der Serie A und den anschließenden FIGC-Wahlen gipfeln, werden bestimmen, ob Malagò seine Liga-Unterstützung in die Präsidentschaft des italienischen Fußballverbands umsetzen kann.


