
Gladbach und Wolfsburg teilen sich die Punkte im entscheidenden Bundesliga-Abstiegskampf
Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg spielten am Samstag ein spannungsloses 0:0-Unentschieden, ein Ergebnis, das beiden Vereinen in ihrem Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga einen kleinen Aufschwung gibt. Das Remis in der Volkswagen Arena lässt Wolfsburg nur noch einen Punkt hinter dem Relegationsplatz zurück, während Gladbach einen Vorsprung von sieben Punkten auf seine Gäste behält.
Das Spiel war geprägt von vergebenen Chancen auf beiden Seiten, wobei die klarste Chance Gladbachs Joker Gio Reyna hatte, dessen Kopfball in der Nachspielzeit an den Pfosten klatschte. Wolfsburgs Mohamed Amoura traf ebenfalls in der ersten Halbzeit die Latte, während Gladbachs Joe Scally und Haris Tabakovic vielversprechende Möglichkeiten während einer dominanten Anfangsphase der Gäste vergaben.
Laut den Nachspielkommentaren, die von Sportschau berichtet wurden, räumte Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking ein, dass das Ergebnis gerechtfertigt war. Er äußerte seine Frustration über die mangelnde Durchschlagskraft seiner Mannschaft und erklärte, sie hätten es vorgezogen, keine Null auf dem Spielstand zu haben. Er räumte ein, dass der Punkt angesichts der Tabellensituation wohl wertvoller für Gladbach sei. Sein Gladbach-Kollege Eugen Polanski beschrieb die Leistung seines Teams in der ersten Halbzeit als eine der besten der Saison, stellte aber fest, dass die Spannung nach der Pause auf beiden Seiten wirkte.
Der Kontext des Spiels war entscheidend, da Wolfsburg erst eine Woche zuvor eine 12 Spiele andauernde Siegesserie mit einem Sieg bei Union Berlin beendet hatte. Gladbach kam mit dem Ziel an, seinen Status in der höchsten Spielklasse mit einem Auswärtssieg fast sicherzustellen. Die Gäste starteten stark, kontrollierten in den ersten 15 Minuten 70 Prozent des Ballbesitzes und kreierten die besseren Chancen. Wolfsburg hatte Mühe, Fuß zu fassen, wobei die Schlüsselspieler Christian Eriksen und Patrick Wimmer, die auf ungewohnter Position spielten, das Spiel nicht beeinflussen konnten.
Im Laufe der zweiten Halbzeit ließ die Qualität des Spiels nach, und Chancen wurden rar. Wolfsburgs beste Gelegenheit ergab sich durch einen Standard, bei dem Verteidiger Konstantinos Koulierakis einen Kopfball neben den Pfosten setzte. Gladbach, so bestimmend vor der Pause, wurde zunehmend passiv, ein Zug, der sie in dieser Saison geplagt hat, bevor Reynas späterer Versuch zu einem letzten Aufbäumen führte.
Das Spiel endete für Gladbach unglücklich, da Linksverteidiger Lukas Castrop in der Nachspielzeit wegen eines Fouls in der Nähe der Mittellinie die rote Karte sah. Er wird nun für die entscheidende Schlussphase gesperrt sein. Für die Zukunft steht Wolfsburg am nächsten Sonntag eine schwere Auswärtsreise zum SC Freiburg bevor, während Gladbach am selben Tag Borussia Dortmund empfängt. Der Punkt hält die Überlebenshoffnungen von Wolfsburg am Leben, erfordert aber, dass sie die Durchschlagskraft finden, die ihnen hier fehlte, während Gladbach dies als einen Schritt näher an die Sicherheit betrachtet, wenn auch als verpasste Gelegenheit, diese zu besiegeln.


