Der Bayer Leverkusen hat Oliver Glasner als nächsten Cheftrainer ins Visier genommen, wobei eine endgültige Entscheidung bis Anfang Juni erwartet wird, wie BILD berichtet. Der ehemalige Trainer von Wolfsburg und Eintracht Frankfurt gilt derzeit als der aussichtsreichste Kandidat, um das Ruder in Rheinland zu übernehmen.
Leverkusen befindet sich auf der Suche nach einer langfristigen Lösung auf der Trainerbank nach einer Phase der Instabilität, in der Erik ten Hag und scheinbar auch Jesper Hjulmand innerhalb des letzten Jahres eingestellt und anschließend wieder entlassen wurden. Werner Wenning, der Sportdirektor des Vereins, soll die Suche leiten und einen Trainer priorisieren, der eine klare Vision für Verbesserungen aufzeigen kann. Der Verein möchte verstehen, wie ein neuer Trainer die Arbeit seiner Vorgänger übertreffen würde.
Obwohl Hjulmands Position trotz des Scheiterns bei der Qualifikation für die Champions League nicht völlig unhaltbar ist, glauben Vereinsvertreter, dass seine Beibehaltung die falsche Botschaft senden und Leverkusens erklärten Ambitionen widersprechen würde. Der Däne übernahm die Mannschaft mitten in der Saison und leitete eine Phase der Stabilisierung, verpasste aber letztendlich die europäische Qualifikation.
Andere Kandidaten, die zuvor mit der Rolle in Verbindung gebracht wurden, scheinen aus dem Rennen zu fallen. Míchel, der Trainer des FC Girona, wird nun mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Ajax Amsterdam wechseln, wobei Berichte darauf hindeuten, dass der niederländische Verein proaktiver bei seiner Verfolgung war. Der Spanier soll einen Wechsel in die Eredivisie bevorzugen. Behauptungen, die den ehemaligen brasilianischen Nationalspieler Felipe Luis mit der Position in Verbindung bringen, werden ebenfalls als unbegründet angesehen.
Glasner betreute zuletzt Eintracht Frankfurt und führte sie 2022 zum Gewinn der Europa League. Seine Amtszeit war geprägt von einem pragmatischen, offensiven Spielstil und einem Fokus auf defensive Stabilität. Vor Frankfurt war er in der Bundesliga bei Wolfsburg tätig, wo er sich einen Ruf als Förderer junger Spieler erwarb. Seine Verpflichtung würde wahrscheinlich eine Rückkehr zu einem etablierteren Trainerprofil für Leverkusen bedeuten, nachdem der Verein kürzlich kurzfristigere Engagements eingegangen war. Dieser Schritt könnte Leverkusen die dringend benötigte Stabilität und eine klare taktische Ausrichtung verschaffen, um in der Bundesliga um die europäischen Plätze zu kämpfen.




