Der 1. FC Union Berlin muss für die letzten drei Bundesliga-Spiele auf seinen Stammtorhüter Frederik Rönnow verzichten, nachdem er sich eine Muskelverletzung zugezogen hat. Der Verein bestätigte am Dienstag, dass die Verletzung, die er beim 3:1-Verlust gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende erlitten hat, schwerwiegend genug ist, um ihn für den Rest der Saison außer Gefecht zu setzen. Rönnow musste in diesem Spiel ausgewechselt werden, und anschließende Tests haben das Ausmaß des Problems gezeigt.
Die Torhüter-Krise bei Union wird durch die Tatsache verschärft, dass auch Ersatztorhüter Matheo Raab derzeit verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht. Dies lässt den dritten Torhüter Carl Klaus als einzige einsatzbereite Option übrig. Der 32-jährige Klaus gab sein Bundesliga-Debüt als Rönnows Ersatz in Leipzig und wird nun voraussichtlich sein erstes Spiel für den Verein in einem entscheidenden Spiel gegen den 1. FC Köln am Samstag, den 2. Mai, bestreiten.
Der Zeitpunkt der Verletzung ist für Union Berlin besonders ungünstig, da die Mannschaft in die entscheidende Phase der Saison eingebettet ist und sich im Abstiegskampf befindet. Nach 31 Spielen steht Union mit 32 Punkten auf dem 15. Platz, nur sechs Punkte vor dem FC St. Pauli, der den Relegationsplatz belegt. Köln steht einen Punkt und einen Platz vor Union, während der VfL Wolfsburg einen weiteren Punkt dahinter auf dem 17. Platz liegt, der direkten Abstiegszone. Jeder Punkt in diesen letzten Spielen ist entscheidend für den Klassenerhalt.
Rönnow war seit seinem Wechsel 2022 nach einer anfänglichen Leihe von Eintracht Frankfurt eine konstante und zuverlässige Größe bei Union. Sein Ausfall ist ein schwerer Schlag für eine Abwehr, die in dieser Saison bereits 58 Gegentore kassiert hat, den viertschlechtesten Wert der Liga. Laut einer Erklärung des Vereins wird der Fokus nun auf die Rehabilitation von Rönnow gelegt, mit dem Ziel, ihn für den Beginn des Trainingslagers wieder vollständig fit zu bekommen, unabhängig davon, in welcher Liga sich Union in der nächsten Saison befindet.
Die Verantwortung liegt nun bei Carl Klaus, einem erfahrenen Torhüter, der den Großteil seiner Karriere in den unteren deutschen Ligen bei Jahn Regensburg und Würzburger Kickers verbracht hat, bevor er als Reserveoption zu Union kam. Seine Leistung unter großem Druck könnte entscheidend im Kampf von Union um den Verbleib in der Bundesliga sein. In den kommenden Tagen wird der Verein prüfen, ob ein Jugendtorhüter auf die Bank befördert werden soll, um Klaus zu unterstützen, angesichts der anhaltenden Fitnessprobleme von Raab.



