Der brasilianische Verein Gremio hat bekannt gegeben, dass er die Leihe des Juventus-Mittelfeldspielers Arthur Melo zum 30. Juni nicht verlängern wird, wie in einer am Dienstag veröffentlichten Vereinsmitteilung mitgeteilt wurde. Die Ankündigung folgt auf einen Scheitern der Verhandlungen zwischen Juventus und Gremio bezüglich eines dauerhaften Transfers des Spielers.
Obwohl Gremio den Wunsch äußerte, Arthur zu behalten, konnte keine Einigung über die finanziellen Bedingungen erzielt werden. Der Verein bestätigte, dass er einen formellen Vorschlag für einen neuen Vertrag vorgelegt habe, Juventus jedoch, durch Vermittler Damien Comolli, angeblich eine Ablösesumme zwischen 8 und 10 Millionen Euro forderte. Diese Summe erwies sich als erhebliches Hindernis, angesichts Arthurs begrenzter Rolle bei Juventus und der finanziellen Möglichkeiten von Gremio.
Arthur kam 2020 zunächst von Barcelona zu Juventus, wurde aber bisher nicht in der Lage, sich als Stammspieler in Turin zu etablieren. Er verbrachte die letzten beiden Saisons auf Leihbasis bei Liverpool, Fiorentina, Girona und zuletzt bei Gremio, um seine Form und Spielzeit zurückzugewinnen. Sein aktueller Vertrag bei Juventus läuft bis Juni 2027, und der Verein listet ihn weiterhin als finanzielle Belastung mit einem verbleibenden Buchwert von 6,5 Millionen Euro.
Der neu ernannte Sportdirektor von Juventus, Giovanni Carnevali, steht nun vor der Aufgabe, eine Lösung für Arthur zu finden. Berichten zufolge wäre ein Deal mit Gremio ohne Ablösesumme möglich gewesen, aber die langwierigen Verhandlungen sollen das Verhältnis zwischen den beiden Vereinen belastet haben. Es gibt derzeit keinen etablierten „Plan B“ für den Mittelfeldspieler, obwohl der türkische Verein Besiktas, trainiert vom ehemaligen Fiorentina-Trainer Vincenzo Italiano, ein vorläufiges Interesse bekundet hat. Es ist unklar, ob Arthur bereit ist, in den europäischen Fußball zurückzukehren, da er eine Präferenz für einen Verbleib bei Gremio geäußert hat. Vorerst wird Arthur voraussichtlich zu Juventus zurückkehren und unter Trainer Luciano Spalletti mit dem Vorsaison-Training beginnen.



