Pep Guardiola wird laut Berichten in Italien, bestätigt durch den Präsidenten des Italienischen Fußballverbands Giovanni Malago, als Kandidat für das Amt des italienischen Nationaltrainers gehandelt. Er hatte letzte Woche ein Treffen mit den technischen Direktoren Italiens, Paolo Maldini und Leonardo, um die Möglichkeit einer Übernahme der Position zu besprechen. Der italienische Verband ist Berichten zufolge bereit, finanzielle Zugeständnisse zu machen, um seine Dienste zu sichern. Guardiola hat Manchester City kürzlich nach einer Dekade voller Erfolge verlassen.
Italien ist seit Gennaro Gattusos Rücktritt im April ohne festen Trainer und hat es versäumt, sich für die dritte Weltmeisterschaft in Folge zu qualifizieren. Mehrere Namen, darunter Roberto Mancini, Andrea Pirlo und Antonio Conte, wurden mit der Position in Verbindung gebracht, bevor Guardiola als potenzieller Kandidat auftauchte. Der italienische Verband scheint bereit zu sein, finanzielle Zugeständnisse zu machen, um den hochdekorierten Trainer anzuziehen.
Guardiola beendete kürzlich eine Dekade bei Manchester City, wo er 20 große Titel gewann und eine Gewinnquote von 70 % erzielte. Während er mit einer konstant hochkarätigen Mannschaft im Vereinsfußball großen Erfolg hatte, stellt die Aussicht, eine Nationalmannschaft zu trainieren, eine andere Herausforderung dar. Der Zeitrahmen für die Umsetzung taktischer Prinzipien ist bei Nationalmannschaften in der Regel kürzer, und die aktuelle italienische Mannschaft befindet sich in einer Phase des Wiederaufbaus.
Guardiola spielte zuvor zwischen 2001 und 2003 für die italienischen Vereine Brescia und Roma. Trotz Fragen nach seiner Eignung für die internationale Leitung erklärte Malago, dass Ausnahmen aufgrund Guardiolas Ansehen getroffen werden, warnte jedoch, dass eine Einigung noch nicht abgeschlossen sei. Der italienische Fußballverband ist bestrebt, einen Dialog mit dem Spanier zu eröffnen und aufrechtzuerhalten. Italiens nächstes Wettbewerbsspiel ist ein Nations-League-Spiel gegen Belgien Ende September, was die Suche nach einem neuen Trainer dringlicher macht.
Es bleibt abzuwarten, ob Guardiola bereit ist, sich auf ein langfristiges Projekt mit einer Mannschaft im Umbruch einzulassen. Der Wiederaufbauprozess könnte erhebliche Geduld erfordern, eine Eigenschaft, die er zu Beginn seiner Trainerkarriere mit Barcelonas Reservemannschaft bewies. Die erfolgreiche Revitalisierung der viermaligen Weltmeister wäre eine bedeutende Herausforderung und möglicherweise die größte seiner ruhmreichen Karriere.




