Die Suche Italiens nach einem neuen Nationaltrainer geht weiter, wobei Pep Guardiola als unerwarteter Kandidat auftauchte, ein Wechsel erscheint jedoch laut Berichten von Sky Sport zunehmend unwahrscheinlich. Paolo Maldini und Leonardo, Schlüsselfiguren in der Umstrukturierung des Italienischen Fußballverbands (FIGC), verbrachten das Wochenende in Barcelona, um Guardiolas Interesse an der Position auszuloten.
Trotz der Bemühungen von Maldini und Leonardo hat Guardiola öffentlich seinen Wunsch geäußert, eine Auszeit vom Trainergeschäft zu nehmen, um sich auf seine familiären Verpflichtungen zu konzentrieren. Er gab letzten Freitag bekannt, dass er Zeit seinen Kindern und seinem Privatleben widmen möchte, was darauf hindeutet, dass er derzeit nicht auf der Suche nach einer neuen Trainerposition ist. Diese Haltung wirft erhebliche Zweifel an seiner Verfügbarkeit zur Leitung der italienischen Nationalmannschaft auf.
Die FIGC erwägt mehrere Kandidaten, darunter Andrea Pirlo und Roberto Mancini. Der Präsident der FIGC, Giovanni Malagò, erklärte, dass die Gespräche mit Maldini und Leonardo darauf ausgerichtet seien, alle Möglichkeiten zu prüfen, räumte aber ein, dass andere Kandidaten weiterhin im Rennen seien. Er betonte auch die Bedeutung des Interesses des Kandidaten und der finanziellen Machbarkeit.
Malagò hob die finanziellen Einschränkungen hervor, mit denen die FIGC konfrontiert ist, und stellte fest, dass die derzeitigen Mittel begrenzt seien und erhebliche Sponsorengelder erforderlich wären, um eine hochkarätige Ernennung zu ermöglichen. Er nannte die Beispiele von Lionel Scaloni und De la Fuente, Trainern, die in ihren jeweiligen nationalen Systemen aufgestiegen sind, um zu suggerieren, dass die Priorisierung der Organisationsstruktur und der Spielerentwicklung möglicherweise wichtiger sei als die Verpflichtung eines weltbekannten Trainers. Die Ernennung eines neuen Trainers soll in den kommenden Tagen abgeschlossen werden.
Guardiolas mögliche Ernennung wurde als Coup für den italienischen Fußball angesehen, angesichts seiner Erfolge mit Barcelona, Bayern München und Manchester City. Sein erklärtes Verlangen nach einer Pause vom Spiel macht einen Wechsel nach Italien jedoch höchst unwahrscheinlich und lässt Pirlo und Mancini als Favoriten für die Position zurück. Eine schnelle Lösung der Trainerfrage ist entscheidend, da sich Italien auf die bevorstehenden internationalen Wettbewerbe vorbereitet.




