
Heidenheim schlägt St. Pauli und hält die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben
Ein 2:0-Sieg über den FC St. Pauli am Freitag hat die geringen Hoffnungen des 1. FC Heidenheim auf den Klassenerhalt in der Bundesliga am Leben erhalten. Tore von Budu Zivzivadze und Eren Dinkci sicherten Frank Schmidts Mannschaft drei wichtige Punkte, die den Tag mit der Aussicht auf einen fast sicheren Abstieg bei einer Niederlage begannen.
Zivzivadze eröffnete den Spielstand bereits in der 3. Minute, nachdem er eine Kopfballvorlage von Adrian Beck aus kurzer Distanz über die Linie beförderte. Es war das vierte Saisontor des georgischen Stürmers und sein drittes in den letzten drei Spielen, was eine rechtzeitige Rückkehr zur Form markierte. Die Heimmannschaft kontrollierte die Führung in einer weitgehend ereignislosen ersten Halbzeit, wobei Torwart Diant Ramaj eine wichtige Parade zeigte, um Andréas Hountondji von St. Pauli den Treffer zu verwehren.
Die Gäste verbesserten sich nach der Pause, konnten ihre Chancen aber nicht verwerten, wobei Ramaj erneut Hountondji parierte. Heidenheim besiegelte den Sieg in der 82. Minute, als Dinkci, von Ramaj mit einem langen Ball in Szene gesetzt, den Ball gekonnt am Torwart vorbei abschloss. Der Sieg, Heidenheims zweiter in drei Spielen, verkürzt den Abstand zu St. Pauli, der den Relegationsplatz belegt, auf vier Punkte.
Nach dem Spiel sagte Heidenheim-Trainer Frank Schmidt gegenüber Sportschau: „Es wäre wirklich tragisch, wenn wir die Saison ohne ein zu Null beenden würden, Kompliment an die Mannschaft.“ Schmidt blieb pragmatisch hinsichtlich der verbleibenden Spiele und räumte die schwierige Aufgabe ein: „Wir wissen, wo wir nächste Woche spielen, auch wenn wir nichts gegen ein Wunder hätten.“
Für St. Pauli stellt die Niederlage eine bedeutende verpasste Gelegenheit dar, sich von der Gefahrenzone zu distanzieren. Sie liegen nun nur noch einen Punkt vor dem VfL Wolfsburg auf den direkten Abstiegsplätzen, mit einem direkten Duell gegen Wolfsburg am letzten Spieltag. Trainer Alexander Blessin äußerte seine Unzufriedenheit und sagte Sportschau: „Wir haben keine Ruhe ins Spiel gebracht und oft die falschen Entscheidungen getroffen. Wir haben alles versucht, ohne wirklich Gefahr auszustrahlen, es war zu wenig.“
Das Ergebnis bereitet die letzten beiden Spieltage in der Bundesliga-Abstiegsrunde dramatisch vor. Heidenheims Kampf um den Klassenerhalt steht am nächsten Samstag mit einem Auswärtsspiel gegen die Meister Bayern München vor seiner größten Herausforderung. St. Pauli empfängt derweil Mainz 05 vor ihrem entscheidenden letzten Spieltag gegen Wolfsburg. Heidenheims Sieg stellt sicher, dass der Kampf um den Klassenerhalt bis zum Schluss spannend bleibt, auch wenn ihr Schicksal weitgehend nicht in ihren eigenen Händen liegt.


