
Heidenheim-Trainer Schmidt kündigt mögliches Ausscheiden 2027 vor entscheidendem Duell gegen St. Pauli an
Der Trainer von Heidenheim, Frank Schmidt, hat angedeutet, dass er den Verein voraussichtlich verlassen wird, wenn sein Vertrag im Juni 2027 ausläuft, was möglicherweise einer bemerkenswerten 20-jährigen Amtszeit ein Ende setzt. Schmidt machte diese Bekanntgabe auf der Pressekonferenz vor dem entscheidenden Bundesliga-Abstiegskampf gegen St. Pauli am Samstag. Das mögliche Ausscheiden des 50-Jährigen würde eine der längsten Trainerämter in der europäischen Fußballgeschichte beenden.
Schmidts Ankündigung über seine Zukunft kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für den Verein, der sich mit der unmittelbaren Gefahr des Abstiegs konfrontiert sieht. Eine Niederlage zu Hause gegen St. Pauli an diesem Wochenende würde den sofortigen Rückgang von Heidenheim in die 2. Bundesliga mit noch drei ausstehenden Spielen besiegeln. Nachdem Schmidt's Team in seinen ersten beiden Erstligasaisons die Erwartungen übertroffen hatte, steht es nun auf dem letzten Tabellenplatz und benötigt eine dramatische Wende, um die Klasse zu halten.
Der Gegner St. Pauli kommt ebenfalls tief in den Abstiegskampf verwickelt zur Voith-Arena, nachdem er seine letzten sechs Ligaspiele nicht gewonnen hat. Laut Trainer Alexander Blessin bietet das Spiel am Samstag eine große Chance, die Überlebenschancen durch einen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten zu verbessern. Ein Sieg würde St. Pauli nicht nur von Heidenheim distanzieren, sondern auch Druck auf andere Vereine in der Nähe des Tabellenbodens ausüben, wie z.B. Werder Bremen.
In Bezug auf die Aufstellung könnte Heidenheim voraussichtlich ohne Flügelspieler Eren Dinkci aufgrund einer Verletzung auskommen müssen, was dem Leihspieler von Bayern München, Arijon Ibrahimovic, die Möglichkeit eröffnen könnte, häufiger zum Einsatz zu kommen. Der 18-jährige offensive Mittelfeldspieler kehrte im Januar für ein zweites Leihgeschäft zu Heidenheim zurück, nachdem er die erste Saisonhälfte beim Verein verbracht hatte. St. Pauli hat unterdessen einen schweren Schlag erlitten, da Angreifer Mathias Pereira Lage nach einer schweren Knieverletzung im Training für Monate ausfällt.
Die historische Bilanz spricht für die Gäste, wobei St. Pauli seit einer Niederlage im Jahr 2019 in seinen letzten fünf Besuchen in der Voith-Arena ungeschlagen ist. Sie gewannen auch das Hinspiel in dieser Saison mit 2:1, dank eines Doppelpacks von Martijn Kaars. Für Heidenheim geht es bei diesem Spiel nicht nur ums Überleben, sondern möglicherweise auch um den Beginn eines langen Abschieds für Schmidt, dessen Vermächtnis untrennbar mit dem Aufstieg des Vereins von den Regionalligen in die Bundesliga verbunden ist.
Mit Blick auf die Zukunft wird das Ergebnis dieses Spiels tiefgreifende Konsequenzen für die unmittelbare Zukunft beider Vereine haben. Für St. Pauli könnte ein Sieg einen überschaubareren Endspurt ermöglichen, der mit einem letzten Heimspiel gegen Wolfsburg gipfelt. Der 16. Platz würde ein Relegationsspiel gegen das drittplatzierte Team der 2. Bundesliga bedeuten. Für Heidenheim und Schmidt würde eine Niederlage ein enttäuschendes Ende ihres Bundesliga-Abenteuers besiegeln und den Beginn einer Übergangsphase für den Verein markieren.



