Hervé Renard hat offiziell seinen Posten als Trainer der tunesischen Nationalmannschaft verlassen, gab der französische Trainer am Samstag über einen Instagram-Post bekannt. Der Abgang erfolgt nach einer enttäuschenden Weltmeisterschaft, bei der Tunesien mit drei Niederlagen den letzten Platz in Gruppe D belegte.
Renard wurde im August 2022 interimistisch ernannt, nachdem Sabri Lamouchi nach einer schweren 5:1-Niederlage gegen Schweden entlassen worden war. Trotz seiner Amtsübernahme konnte er das Blatt nicht wenden und erlebte Niederlagen gegen Japan (0:4) und die Niederlande (1:3) zusätzlich zur ursprünglichen Niederlage gegen Schweden. Der tunesische Kader stand auch in der Kritik, da Berichte über Dopingfälle von Spielern auftauchten.
In seiner Erklärung bedankte sich Renard bei der Tunesischen Fußballföderation für die Möglichkeit, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen, und beschrieb es als eine „Ehre“, die Nation zu vertreten. Er bezeichnete die Erfahrung als „unvergesslich“.
Renards Trainerkarriere war von bedeutendem Erfolg im afrikanischen Fußball geprägt, insbesondere durch den Gewinn des Afrika-Nationen-Pokals sowohl mit Sambia im Jahr 2012 als auch mit Algerien im Jahr 2019. Vor seiner Tätigkeit in Tunesien trainierte er Saudi-Arabien und führte sie zu einem unerwarteten Sieg über die späteren Weltmeister Argentinien bei der Weltmeisterschaft 2022. Seine kurze Amtszeit in Tunesien stellt jedoch einen seltenen Tiefpunkt in einem ansonsten beeindruckenden Lebenslauf dar.
Die Tunesische Fußballföderation wird voraussichtlich nun mit der Suche nach einem neuen Trainer beginnen, um die Nationalmannschaft durch zukünftige Qualifikationskampagnen und Turniere zu führen. Renards nächster Schritt ist ungewiss, aber seine Erfahrung und sein Erfolg werden wahrscheinlich das Interesse von Vereinen und Nationalverbänden in ganz Afrika und darüber hinaus wecken.




