Der neu ernannte CEO und General Manager von Juventus, Giovanni Carnevali, hat die Transferstrategie des Vereins umrissen und dabei die Notwendigkeit von Realismus angesichts der aktuellen Marktbedingungen betont. Auf der 28. Ausgabe des Premio nazionale Sportilia „Sport e non solo“ in Santa Sofia erklärte Carnevali, dass der Verein in mehreren Verhandlungen steht, aber vorsichtig vorgehen wird.
Er räumte die Herausforderungen des Transferfensters ein und stellte fest, dass das Interesse an Spielern die Preise schnell in die Höhe treibt. „Es gibt verschiedene Verhandlungen im Gange und wir haben Zeit, weil wir denken, reflektieren und Dinge tun müssen, ohne uns von der Euphorie mitreißen zu lassen“, sagte Carnevali. „Wir führen viele Bewertungen durch, weil es heute Möglichkeiten gibt, aber es ist auch ein schwieriger Markt, denn sobald man Interesse an einem Spieler zeigt, werden die Zahlen sehr, sehr hoch.“
Carnevali ging auf Spekulationen ein, die Juventus mit mehreren Spielern in Verbindung bringen. Er klärte, dass die Suche nach einem neuen Torwart nicht auf Emiliano Martínez und Guglielmo Vicario beschränkt sei und erklärte, der Verein erwäge mehrere Optionen. Er räumte auch die Komplikation durch die Beteiligung von Martínez an der Weltmeisterschaft ein und deutete an, dass eine Entscheidung bis zum Ende des Turniers warten muss. Bezüglich Dusan Vlahovic erklärte Carnevali, dass er keine direkten Gespräche mit dem Spieler geführt habe und potenzielle Angebote prüfen würde.
Der Juventus-Vorstand wies Berichte, die den Verein mit Franck Kessié, Theo Hernandez und Brahim Díaz in Verbindung bringen, entschieden zurück, trotz der Ankunft von Massara, der diese Spieler zuvor zum AC Mailand gebracht hatte. Carnevali erklärte, es stimme „nichts“ an den Gerüchten und nannte die hohen Kosten, die mit der Verpflichtung dieser Spieler verbunden seien, als Hindernis für einen möglichen Deal. Er betonte die Notwendigkeit, eine Mannschaft aufzubauen, die in der Lage ist, wichtige Ergebnisse zu erzielen, und räumte gleichzeitig die aktuelle Situation des Vereins und die Notwendigkeit eines Wiederaufbaus ein.
Carnevalis Äußerungen signalisieren einen pragmatischen Ansatz in den Transfergeschäften von Juventus in diesem Sommer, wobei die finanzielle Nachhaltigkeit neben der Verbesserung des Kaders Priorität hat. Der Verein wird alle verfügbaren Optionen prüfen, aber nicht zu viel ausgeben, um Ziele zu sichern. Dieser Ansatz deutet auf einen Fokus auf Wert und die Bereitschaft hin, Alternativen zu prüfen, wenn sich die anfänglichen Ziele als unerreichbar erweisen.




