Borussia Dortmund rechnet im aktuellen Transferfenster mit Einnahmen von rund 158 Millionen Euro durch den Verkauf von Spielern, wie ein Bericht von FußballTransfers.com enthüllt. Mehrere Spieler aus dem Kader und der zweiten Reihe werden voraussichtlich das Westfalenstadion verlassen, während der Verein seinen Kader neu gestalten und seine finanzielle Position vor der Saison 2026-27 stärken möchte.
Julien Duranville steht Berichten zufolge kurz vor einem Wechsel zum Olympique Lyon für 8,5 Millionen Euro. Der junge belgische Flügelspieler kam im Januar 2023 von Zulte Waregem zu Dortmund, konnte sich aber nicht als Stammspieler etablieren und bestritt nur 16 Bundesliga-Spiele für den Verein. Der Transfer wird Duranville die Möglichkeit geben, in der Ligue 1 regelmäßiger Spielzeit zu erhalten.
Serhou Guirassy ist ein weiterer Spieler, der großes Interesse weckt, wobei Dortmund etwa 40 Millionen Euro für den Stürmer fordert. Obwohl Guirassy eine Ausstiegsklausel über 35 Millionen Euro besitzt, gilt diese nur für bestimmte Top-Clubs, was bedeutet, dass potenzielle Interessenten wie Aston Villa und Tottenham Hotspur Dortmunds höhere Bewertung erfüllen müssten. Der guineische Nationalspieler erlebte in der letzten Saison eine erfolgreiche Spielzeit mit dem VfB Stuttgart und erzielte 28 Bundesliga-Tore.
Auch die Zukunft von Karim Adeyemi beim BVB ist nach einer relativ enttäuschenden Saison 2025-26, in der er nur 10 Tore erzielte, ungewiss. Mit einem Wert von 50 Millionen Euro könnte Adeyemi verkauft werden, obwohl sein Vertrag noch bis zum Sommer 2027 läuft, wobei der Verein eine Vertragsverlängerung nicht ausgeschlossen hat. Der deutsche Nationalspieler kam 2022 von Red Bull Salzburg zu Dortmund und zeigte zunächst vielversprechende Leistungen.
Sogar Nico Schlotterbeck, der kürzlich einen neuen Vertrag unterschrieben hat, könnte den Verein verlassen. Sein neuer Vertrag beinhaltet eine Ausstiegsklausel im Bereich von 50 bis 60 Millionen Euro für „Traumvereine“, und Real Madrid soll Interesse an dem Innenverteidiger bekundet haben. Schlotterbeck hat sich seit seinem Wechsel von SC Freiburg im Jahr 2022 zu einer wichtigen Figur in Dortmunds Abwehr entwickelt, und sein Abgang wäre ein bedeutender Verlust.
Die potenziellen Verkäufe würden Dortmund ermöglichen, in den Kader zu reinvestieren, Schwachstellen zu beheben und möglicherweise neue Talente zu verpflichten, um um den Bundesliga-Titel zu kämpfen und in der Champions League erfolgreich zu sein. Der proaktive Ansatz des Vereins bei Spielerverkäufen demonstriert eine klare Strategie für langfristige finanzielle Stabilität und sportlichen Erfolg.



