Der Präsident von FC Nantes, Waldemar Kita, hat sich öffentlich bei dem ehemaligen Trainer Luis Castro entschuldigt und frühere kritische Äußerungen zurückgenommen. In einer offiziellen Erklärung, die von dem Verein veröffentlicht wurde, erklärte Kita, er hege keine Feindseligkeit gegenüber dem portugiesischen Trainer und beschrieb Castro als einen Fußballmann und einen Profi, den er niemals herabsetzen wollte. Die Entschuldigung erfolgt, nachdem Castro mit rechtlichen Schritten gedroht hatte, um seinen Ruf zu verteidigen, als Reaktion auf Kitas ursprüngliche Bemerkungen.
Kitas Erklärung stellt einen bedeutenden Rückzieher dar, da der Präsident zuvor offen kritisch gegenüber den Trainern war, die Nantes während einer schwierigen Saison führten, in der der Verein gefährlich nahe am Abstieg in die Ligue 1 liegt. In seiner neuen Erklärung erweiterte Kita seine Reue, um eine kollektive Verantwortung für die Schwierigkeiten des Teams anzuerkennen, einschließlich seiner eigenen Rolle. „Die sportlichen Schwierigkeiten in dieser Saison sind kollektiv und betreffen den gesamten Verein, beginnend mit mir als Präsident“, erklärte er.
Der öffentliche Streit resultiert aus einer Saison schlechter Leistungen in La Beaujoire. Luis Castro wurde im Dezember 2023 als Trainer von Nantes eingestellt, wurde aber im Februar 2024 nach nur elf Ligaspielen entlassen, wobei das Team nur zweimal unter seiner Führung gewann. Seine Entlassung war Teil einer turbulenten Saison, in der Nantes mehrere Trainer durchlief, während es am Tabellenende kämpfte.
Kitas anfängliche Kritik schien die Schuld erheblich bei der Trainerbank zu sehen, aber seine jüngsten Äußerungen signalisieren eine Tonänderung, da die Saison ihren Höhepunkt erreicht. Die Erklärung des Vereins zielt darauf ab, den öffentlichen Streit zu beenden, möglicherweise um die Einheit für einen entscheidenden Endspurt zu fördern, um den Abstieg zu vermeiden. Nantes liegt derzeit auf einem Relegationsplatz, nur einen Punkt über den direkten Abstiegsplätzen, mit noch wenigen Spielen zu bestreiten.
Für Luis Castro kann die Entschuldigung dazu dienen, seinen Ruf nach einem kurzen und erfolglosen Engagement in Frankreich öffentlich wiederherzustellen. Der 62-jährige Trainer, der zuvor bei Porto und Botafogo trainierte, hat sich seit Kitas Entschuldigung nicht öffentlich geäußert. Die Lösung verhindert wahrscheinlich einen langwierigen und ablenkenden Rechtsstreit für beide Parteien, der es Castro ermöglicht, sich auf seine zukünftigen Karrierechancen zu konzentrieren und Nantes sich ausschließlich auf seinen Kampf ums Überleben zu konzentrieren.



