ESTAC Troyes hat den Aufstieg in die Ligue 1 gesichert, indem es die Ligue 2-Meisterschaft mit einem entscheidenden Sieg gegen Saint-Étienne gewann. Die sofortige Rückkehr des Vereins in die höchste Spielklasse stellt eine dramatische Wendung im Vergleich zu den Turbulenzen im Mai 2024 dar, als Fans gegen einen drohenden Abstieg in die dritte Liga protestierten, ein Schicksal, das nur durch den administrativen Abstieg von Bordeaux vermieden wurde.
Der Aufstieg wird der Ernennung von Trainer Stéphane Dumont und einem zusammenhaltenden, jungen Kader zugeschrieben. Schlüsselspieler wie Mittelfeldspieler Mathys Detourbet waren entscheidend für eine Saison, in der Troyes eine konstante Widerstandsfähigkeit bewies. Die Wiederbelebung des Vereins unterstreicht auch die wachsende Rolle seines Mehrheitsgesellschafters, der City Football Group.
Laut dem Vorstandsvorsitzenden Edwin Pindard in Aussagen gegenüber RMC war die Unterstützung des Multi-Club-Netzwerks entscheidend. Er betonte die Bereitstellung von Humankapital und Fachwissen über reine finanzielle Investitionen hinaus. Dies stellt eine Abkehr von früheren Spannungen dar, insbesondere die Verpflichtung von Savinho im Jahr 2022, der vor seinen Wechseln innerhalb der Gruppe nie für Troyes spielte, was Teile der Anhängerschaft frustrierte.
Der derzeitige Trainer Stéphane Dumont erzählte So Foot, dass die Zusammenarbeit nun reibungslos verläuft, mit regelmäßiger Kommunikation und gemeinsamen Methodenseminaren zwischen den Vereinen der City Group. Sportdirektor Antoine Sibierski, der diesen Sommer ausscheiden wird, wird dafür gelobt, eine horizontalere Beziehung gefördert zu haben. Dieses Modell unterscheidet sich offenbar von anderen Multi-Club-Besitzverhältnissen in Frankreich, wie beispielsweise bei Strasbourg mit Chelsea, wo die Bedenken, hauptsächlich als Farmteam genutzt zu werden, stärker ausgeprägt sind.
Der Aufstieg stellt sicher, dass Troyes einer zunehmend von Vereinen unter ähnlichen Eigentümerstrukturen geprägten Ligue 1-Landschaft beitreten wird, darunter Lorient, Strasbourg und Nizza. Er bestätigt ein langfristiges Projekt, das bedeutende Fan-Unzufriedenheit überstanden hat. Die Herausforderung besteht nun darin, den Verein in der höchsten Liga zu etablieren und gleichzeitig die Erwartungen und Spielerbewegungen zu bewältigen, die mit einem globalen Netzwerk einhergehen, und das alles unter den wachsamen Augen einer Fangemeinde, die kürzlich ihre Protestfähigkeit unter Beweis gestellt hat.




