
Inter Milan im Visier: Udineses Solet vor Gerichtsentscheidung
Inter Mailand bereitet sich darauf vor, die Transferbemühungen um Udinese-Innenverteidiger Oumar Solet erneut aufzunehmen, nachdem die Staatsanwaltschaft die Einstellung der Ermittlungen wegen Vorwürfen sexuellen Übergriffs gegen den französischen Abwehrspieler beantragt hat. Der 23-Jährige soll bei einer Gerichtsverhandlung am 8. April in Udine entlastet werden – ein Haupthindernis, das im Sommer mehrere Transferanfragen vereitelte, würde damit ausgeräumt.
Solet blieb bei Udinese, nachdem zwei Serie-A-Klubs und drei Premier-League-Teams ihr Interesse aufgrund des schwebenden Verfahrens zurückzogen. Trotz der außersportlichen Turbulenzen etablierte er sich diese Saison als einer der verlässlichsten Innenverteidiger Italiens mit 21 Ligaeinsätzen. Inter-Sportdirektor Piero Ausilio verfolgt das ehemalige Lyon-Talent seit seiner Red Bull Salzburg-Zeit und hielt trotz letztjähriger Zurückhaltung den Kontakt aufrecht.
Klub-CEO Giuseppe Marotta bestand laut Berichten auf der Klärung juristischer Unwägbarkeiten vor einem Transfer. Mit dem angestrebten Verfahrensende will Inter nun nach Ostern Verhandlungen mit Solets Beraterteam beschleunigen. Seine Vielseitigkeit in Udineses Dreierkette entspricht Simone Inzaghis taktischem Konzept, während sein Alter (23) zu Inters Defensivverjüngung passt.
Udinese könnte eine hohe Ablöse für ihren Leistungsträger fordern, doch Inter hofft, einen Bieterkrieg im Sommer zu umgehen. Die Nerazzurri beobachten zwar auch Sassuolos Kaan Ayhan und Club Brugges Jorne Spileers, sehen Solet aber als Top-Ziel. Seine Verpflichtung würde die Innenverteidigung stärken, die seit Milan Skriniars Abgang 2023 an Tiefe verlor.



