Der Italienische Fußballverband ist aktiv bemüht, Pep Guardiola als neuen Nationaltrainer zu verpflichten, wobei Gespräche laufen, trotz der damit verbundenen Komplexität. Paolo Maldini, nationaler Technischer Direktor und Präsident von Club Italia, erklärte, das ideale Szenario wäre, eine Einigung innerhalb der Woche zu erzielen, betonte aber, dass die Priorität darin besteht, den gewünschten Kandidaten zu sichern. Er räumte ein Gefühl der Dringlichkeit ein, warnte aber auch vor einer überstürzten Entscheidung.
Die Verpflichtung Guardiolas wurde nach einem Treffen zwischen Maldini, Berater Leonardo und dem Präsidenten des Italienischen Fußballverbands, Giovanni Malagò, mit Vertretern der Serie A-Vereine in Mailand besprochen. Das Treffen konzentrierte sich hauptsächlich auf technische und kommerzielle Angelegenheiten – einschließlich einer Partnerschaftsverlängerung mit Philadelphia – und behandelte die Guardiola-Verhandlungen nicht direkt. Kein Vereinsvertreter erkundigte sich nach dem Stand der Bemühungen oder möglichen Alternativen, da Maldini, Leonardo und Malagò ihre umfassendere Vision für die Zukunft der Nationalmannschaft präsentierten. Die Teilnehmer Beppe Marotta und Luca Percassi signalisierten ihre Unterstützung.
Finanzielle Aspekte sind laut Maldini kein Hauptproblem, der Berichte über eine Forderung von 20 Millionen Euro dementierte. Die Hauptschwierigkeit liegt in Guardiolas derzeitigen Absichten, da er eine Auszeit vom Trainergeschäft in Erwägung zieht. Sowohl Maldini als auch Guardiola werden voraussichtlich an der Hochzeit von Gianluigi Donnarumma in Apulien teilnehmen, was möglicherweise eine Gelegenheit für weitere Gespräche bietet. Maldini enthüllte, dass auch Carlo Ancelotti in Betracht gezogen wurde, ein Wechsel des aktuellen Brasilien-Trainers jedoch durch vergangene Probleme während ihrer Zeit beim Paris Saint-Germain erschwert wurde.
Sollte Guardiola unerreichbar sein, hat sich Andrea Pirlo als führende Alternative herauskristallisiert. Leonardo betonte den Wunsch nach einem Trainer, der sich philosophisch mit der neuen technischen Ausrichtung deckt, und deutete an, dass Trainer wie Antonio Conte und Roberto Mancini aufgrund ihrer etablierten Ansätze möglicherweise nicht geeignet seien. Pirlo wird mit dem Rückhalt von Maldini und Leonardo als anpassungsfähigerer Kandidat angesehen. Leonardo spielte eine wichtige Rolle bei der Definition des gewünschten Trainerprofils und betonte die Bedeutung einer gemeinsamen Vision und strategischen Ausrichtung. Pirlo würde von der Mentorschaft von Maldini und Leonardo profitieren, sollte er ernannt werden.



