
Joachim Löw dementiert Gerüchte über Ghana, bleibt offen für Nationalmannschaftsjob
Der ehemalige deutsche Nationaltrainer Joachim Löw hat öffentlich Berichte dementiert, die ihn mit dem vakanten Trainerposten der ghanaischen Nationalmannschaft in Verbindung bringen. Der 66-Jährige sagte gegenüber Sky Sports am Freitag, dass er keinen offiziellen Kontakt von der Ghana Football Association gehabt habe und räumte damit mit Spekulationen auf, die online an Fahrt gewonnen hatten. „Niemand aus Ghana hat mich offiziell kontaktiert“, erklärte Löw und beendete damit schnell die Gerüchte, die ihn als führenden Kandidaten für die Nachfolge von Otto Addo gehandelt hatten.
Löw ist seit dem Ende seiner 15-jährigen Amtszeit bei der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 2021 nach der Europameisterschaft in diesem Sommer ohne Trainerjob. Der Weltmeistertrainer von 2014 stellte klar, dass der Link zum Ghana zwar falsch sei, er aber aktiv eine Rückkehr auf die Trainerbank anstrebe und besonders an einer weiteren Aufgabe im internationalen Bereich interessiert sei. „Ich habe gesagt, dass ich mich noch nicht zur Ruhe setzen möchte, insbesondere wenn sich eine weitere interessante Offerte und eine schöne Perspektive bietet“, erklärte Löw gegenüber Sky. „Die Übernahme einer Nationalmannschaft würde mir angesichts meiner Erfahrung am besten passen.“
Der ghanaische Fußballverband sucht einen neuen Dauerhaften Trainer, da die entscheidenden Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2026 in nur zwei Monaten wieder aufgenommen werden. Die Black Stars, die in der Gruppenphase des Turniers 2022 ausgeschieden waren, stehen unter Druck, eine Persönlichkeit zu ernennen, die das Team wiederbeleben kann. Die angebliche Suche nach einem Trainer von Löws internationalem Renommee deutete auf die Ambitionen des Verbandes hin, aber er muss sich nun anderweitig nach einer Lösung umsehen.
Löws Vermächtnis mit Deutschland ist geprägt vom Triumph bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, einer Phase des anhaltenden Erfolgs, zu der auch ein Sieg im Confederations Cup und ein Halbfinale bei der Euro 2016 gehörten. Seine späteren Jahre waren schwieriger, mit einem Ausscheiden in der Gruppenphase bei der Weltmeisterschaft 2018 und einem Achtelfinalaus bei seinem letzten Turnier bei der Euro 2020. Seine taktische Philosophie, die sich von einem hohem Pressing zu einem stärkeren Ballbesitzansatz entwickelte, beeinflusste eine Generation deutscher Trainer.
Für Ghana ist die schnelle Dementi aus Löws Lager ein Rückschlag in ihrem Rekrutierungsprozess, der sie zwingt, alternative Pläne zu beschleunigen. Der nächste Trainer des Verbandes wird die Aufgabe haben, sich in einer wettbewerbsintensiven WM-Qualifikationsgruppe zu bewegen, die Mali, die Zentralafrikanische Republik und den Tschad umfasst. Die Nachricht bestätigt, dass Löw, einer der renommiertesten verfügbaren freien Trainer, auf das richtige Projekt wartet, um ins internationale Management zurückzukehren, aber dieses Projekt wird nicht mit den viermaligen afrikanischen Champions sein.



