Hannover 96 hat die Ernennung von Jonas Boldt zum neuen Sportlichen Leiter bekannt gegeben, und zwar mit Wirkung zum 1. Juni 2026. Der Verein bestätigte, dass Boldt einen Vertrag unterzeichnet hat, der bis zum Sommer 2029 läuft und die Verantwortung sowohl für die erste Mannschaft als auch für die Jugendakademie umfasst. Er wird in der Führungsebene von Hannover 96 von Henning Bindzus begleitet, der als Kaufmännischer Leiter fungieren wird.
Boldt bringt eine Fülle von Erfahrung in der deutschen Fußballverwaltung zum Verein in Niedersachsen mit. Er verbrachte zwölf Jahre beim Bayer Leverkusen, beginnend 2007 in einer Scouting-Rolle und stieg dann zu den Positionen des Sportmanagers und schließlich des Sportdirektors auf, bevor er 2019 den Verein verließ. Während seiner Zeit bei Leverkusen war er an der Verpflichtung mehrerer Schlüsselspieler beteiligt, die zum stetigen Erfolg des Vereins im europäischen Wettbewerb beitrugen.
Vor seinem Wechsel zu Hannover war Boldt fünf Jahre lang, von 2019 bis 2024, als Sportdirektor beim Hamburger SV tätig. Er leitete den Aufstieg des Vereins zurück in die Bundesliga, eine bedeutende Leistung nach einer Phase des Niedergangs für den Traditionsverein. Seine Amtszeit beim HSV war geprägt von einem Fokus auf die Förderung junger Talente und der Implementierung einer klaren sportlichen Strategie, obwohl er den Verein letztendlich nach dem verpassten Aufstieg in der Saison 2023-24 verließ.
Ralf Nestler, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Hannover 96, äußerte das Vertrauen des Vereins in Boldts Ernennung. Laut Nestler machten Boldts Erfolgsbilanz bei der Gestaltung der sportlichen Entwicklung von Vereinen über viele Jahre hinweg und seine „moderne, zukunftsorientierte Denkweise“ ihn zum idealen Kandidaten. Die Ernennung signalisiert die Absicht von Hannover 96, eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Mannschaft aufzubauen, die sich auf langfristige Planung und Nachwuchsförderung konzentriert. Dieser Schritt wird voraussichtlich für Stabilität und Richtung im sportlichen Bereich des Vereins sorgen, während er bestrebt ist, sich als feste Größe in der 2. Bundesliga zu etablieren.




