
Junger PSG-Nachwuchsspieler nach Rassismus-Vorfall attackiert
Ein 13-jähriger Fußballspieler aus dem Nachwuchsbereich von Paris Saint-Germain wurde bei einem Jugendturnier in Portugal attackiert und erlitt einen Nasenbruch, nachdem er seine Teamkollegen gegen rassistische Beleidigungen verteidigt hatte, wie aus Berichten hervorgeht. Der Spieler, der nur als Armand identifiziert wurde, soll nach Angaben des französischen Medienportals Unifoot angegriffen worden sein, nachdem er eingeschritten war, als seine Teamkollegen von einer gegnerischen Mannschaft rassistisch beschimpft wurden.
Der Vorfall ereignete sich, als der junge Spieler mit dem Nachwuchs des PSG in Portugal war, der privaten Jugendakademie von Paris Saint-Germain. Berichten zufolge schritt der Spieler ein, als seine Teamkollegen rassistischen Gesängen und Affenlauten einer gegnerischen Mannschaft ausgesetzt waren. In der darauffolgenden Auseinandersetzung wurde der 13-Jährige attackiert und erlitt einen Nasenbruch, der eine Krankenhausbehandlung erforderlich machte. Der Nachwuchs des PSG, eine private Jugendstruktur, die von der offiziellen Akademie des Vereins getrennt ist, organisiert Camps und Turniere für junge Spieler.
Laut einer Erklärung seines Vereins in dem Pariser Vorort Montrouge verteidigte Armand seine Teamkollegen. „Der Mut, den er bewiesen hat, als er einen Teamkollegen verteidigte, zeigt, wie vorbildlich Armand als Spieler ist, voller der richtigen Werte“, sagte der Verein in einer Erklärung. „Rassismus und Gewalt haben im Sport und in der Gesellschaft keinen Platz. Fußball muss ein Raum für Bildung, Respekt und Brüderlichkeit bleiben.“ Der Verein bestätigte, dass sich der Spieler erholt und es ihm besser geht.
Laut der französischen Zeitung Le Parisien hat der junge Spieler inzwischen einen persönlichen Anruf der Unterstützung vom PSG-Präsidenten Nasser Al-Khelaifi erhalten. Der Vorfall hat die anhaltenden Probleme von Rassismus und Gewalt im Jugendfußball, selbst auf der Ebene der Akademie eines großen europäischen Vereins, deutlich gemacht. Der Nachwuchs des PSG, eine private Einrichtung, betreibt Programme für junge Spieler und schickt regelmäßig Mannschaften zu internationalen Turnieren. Das spezifische Turnier in Portugal und die Identität des gegnerischen Vereins wurden nicht bekannt gegeben.
Während sich die körperlichen Verletzungen Berichten zufolge heilen, betonte die Erklärung des Vereins die psychologischen Auswirkungen und erklärte, der Vorfall sei ein traumatisches Ereignis für den jungen Spieler und seine Familie gewesen. Der Fall hat in französischen Fußballkreisen eine Diskussion über den Schutz junger Spieler und die Notwendigkeit strengerer Protokolle gegen Diskriminierung bei Jugendturnieren ausgelöst. Die Erklärung des Vereins endete mit dem Aufruf, den Fußball als einen Raum für Bildung und Respekt zu erhalten und die rassistischen Beleidigungen zu verurteilen, die die Auseinandersetzung ausgelöst hatten. Die lokalen Fußballbehörden werden voraussichtlich den Vorfall untersuchen.

