Juventus wird voraussichtlich bis Ende nächster Woche eine Einigung mit der UEFA erzielen, wie aus Berichten von Tuttosport hervorgeht. Die Einigung erfolgt trotz jüngster Änderungen in der Vereinsführung und betrifft Verstöße gegen die Financial-Fairplay-Bestimmungen.
Der Verein soll das von der UEFA festgelegte Limit von 60 Millionen Euro kumulierte Verluste über einen Zeitraum von drei Jahren überschritten haben. Die Einigung wird die finanziellen Strafen für diese Verstöße darlegen und in gewissem Maße das Projekt des Vereins für die nächsten drei Saisons gestalten. Juventus wird eine bedingungslose Geldstrafe von knapp unter 10 Millionen Euro zahlen und eine leichte Reduzierung der Anzahl der Spieler hinnehmen müssen, die sie für die Europa League in der nächsten Saison registrieren können.
Bereits in diesem Jahr war Juventus auf die Registrierung von nur 23 Spielern für die Europa-League-Liste beschränkt, zwei weniger als das zulässige Maximum, da die Anforderungen an lokal ausgebildete Spieler nicht erfüllt wurden. Die Einigung wird von Juventus verlangen, weitere finanzielle Beschränkungen einzuhalten, um zusätzliche wirtschaftliche oder sportliche Sanktionen zu vermeiden, einschließlich eines möglichen temporären Ausschlusses von europäischen Wettbewerben.
Das Management von Juventus ist jedoch zuversichtlich, bis 2028 die Gewinnschwelle zu erreichen und sich am Ende des nächsten Geschäftsjahres ihr zu nähern. Der Verein plant, alle eingehenden Transfers durch Spielerverkäufe zu finanzieren und somit ein Transferfenster mit Null-Auswirkung zu betreiben. Dieser Ansatz wird als der einzige Weg angesehen, um die Kosten zu senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Vereinsbeamte glauben, dass weitere Kapitalerhöhungen unwirksam wären, wenn die Mittel aufgrund bestehender finanzieller Beschränkungen nicht ausgegeben werden könnten.
Um neue Spieler zu verpflichten, muss Juventus zunächst Platz im Kader durch Spielerverkäufe schaffen und sicherstellen, dass die finanziellen Beiträge der Abgänge nicht von den Neuzugängen übertroffen werden, wobei sowohl die Ablösesummen als auch die gesamten finanziellen Auswirkungen, einschließlich Gehälter und Abschreibung der Ablösesumme, berücksichtigt werden.




