Juventus hat die dauerhafte Verpflichtung von Jérémie Boga vom OGC Nizza für eine Ablösesumme von 4,8 Millionen Euro, zahlbar in zwei Raten, sowie weitere 800.000 Euro an Bonuszahlungen bestätigt. Der Verein gab am Dienstag die Vollendung des Deals bekannt, zeitgleich mit Giovanni Carnevalis erstem offiziellen Tag als neuer Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des Vereins.
Der ivorische Nationalspieler hat einen Vertrag bei Juventus unterzeichnet, der bis zum 30. Juni 2029 läuft. Boga spielte bereits unter Carnevali während seiner Zeit bei Sassuolo, was auf ein bestehendes Einvernehmen hindeutet, das den Transfer erleichterte. Dieser Transfer stellt den ersten offiziellen Akt der neuen Juventus-Führung dar.
Berichten zufolge wird dies der einzige Transfer aus der Ära des ehemaligen Sportdirektors Fabio Comolli sein, der unter der neuen Managementstruktur beibehalten wird. Juventus plant angeblich, andere Spieler, die während Comollis Amtszeit verpflichtet wurden, darunter Jonathan David, Lois Openda, Edon Zhegrova, Joao Mario und Emil Holm, der bereits nach Bologna zurückgekehrt ist, zu verkaufen. Francisco Conceicao wird voraussichtlich im Verein bleiben, da er bereits im vergangenen Sommer fest verpflichtet wurde.
Juventus priorisiert finanzielle Nachhaltigkeit und strebt bis zur Saison 2027/2028 einen Break-Even-Punkt an. Der Verein beabsichtigt, sich bei der Erreichung dieses Ziels auf den Spielertransfer zu verlassen. Er wird auch von einer einmaligen Entschädigung von IMG für vergangene ausländische Fernsehrechte profitieren, benötigt aber dennoch bis Ende Juni Kapitalgewinne in Höhe von 13 Millionen Euro, um finanzielle Verpflichtungen und die Anforderungen der UEFA-Einigungsvereinbarung zu erfüllen. Carnevalis Arbeit beginnt sofort, mit dem Schwerpunkt auf der Bewertung der finanziellen Situation des Vereins und der Bewältigung der Transfermarkt-Beschränkungen.
Die Verpflichtung von Boga signalisiert eine klare Abkehr vom datengesteuerten Ansatz, der zuvor vom Verein verfolgt wurde, und markiert eine Veränderung der Transferstrategie unter der neuen Führung.




