Juventus erwägt laut italienischen Medienberichten die ablösefreie Verpflichtung von Real Madrid-Verteidiger David Alaba, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Die ersten Anfragen waren positiv, wobei der Verein Alabas aktuelle körperliche Verfassung und taktische Eignung bewertet.
Das Interesse rührt von Juventus' Bedarf an einem linksfüßigen Innenverteidiger, der das Spiel von hinten aufbauen kann, einem Spieler, der mit dem Neuzugang Lloyd Kelly um einen Stammplatz konkurrieren könnte. Während der Verein offen für jüngere Optionen ist, erkennt er die finanziellen Einschränkungen und ist bereit, erfahrene Spieler in Betracht zu ziehen, die sofortige Qualität bieten können, insbesondere im Rahmen eines ablösefreien Transfers. Alabas Agent, Pini Zahavi, hat Gespräche initiiert, wobei anfänglich Bedenken hinsichtlich des Alters des Spielers und seiner jüngsten Verletzungshistorie geäußert wurden.
Alaba hatte bei Real Madrid Schwierigkeiten, regelmäßige Spielzeit zu bekommen, absolvierte in dieser Saison nur neun Spiele in La Liga, oft aufgrund taktischer Entscheidungen und Kaderrotationen und nicht aufgrund anhaltender Verletzungen. Berichte deuten jedoch darauf hin, dass aktuelle körperliche Untersuchungen ermutigend verlaufen sind und seine Nichtberücksichtigung in der Startelf eher mit der internen Dynamik des Teams unter Trainer Arbeloa zusammenhängt. Er soll einen Zwei-Jahres-Vertrag mit einem Nettojahresgehalt von 5 Millionen Euro anstreben.
Juventus-Trainer Luciano Spalletti soll ein Fan von Alabas taktischer Vielseitigkeit sein, während Sportdirektor Giovanni Comolli das Potenzial sieht, einen Qualitätspieler ohne Transfergebühr zu verpflichten. Der Verein beobachtet weiterhin andere defensive Ziele, darunter Nathan Aké von Manchester City, der die Premier League verlassen möchte, und Konstantinos Koulierakis von Wolfsburg, der in der Bundesliga beeindruckt hat. City soll zwischen 10 und 15 Millionen Euro für Aké verlangen. Die Verpflichtung von Alaba würde Juventus' Abwehrreihe wertvolle Erfahrung und Tiefe verleihen, während sie ihren Kader weiter aufbauen.



