Juventus erwägt die Verpflichtung von Franck Kessié, der nach Ablauf seines Vertrags bei Al Ahly am 30. Juni derzeit vereinslos ist, wie italienische Medien berichten. Der ivorische Mittelfeldspieler nahm kürzlich mit seiner Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft teil und gab dort sein Debüt.
Kessié hatte bereits in der Serie A mit dem AC Mailand Erfolg und gewann unter Stefano Pioli den Meistertitel. Er hat öffentlich seine Offenheit für eine Rückkehr nach Italien zum Ausdruck gebracht, deutete aber auch an, dass er Angebote außerhalb Europas in Betracht zieht, darunter auch aus Saudi-Arabien. “Ist eine Rückkehr nach Italien möglich? Auf jeden Fall, auf jeden Fall”, sagte Kessié während der Weltmeisterschaft. “Ich kann überall spielen, der Markt ist offen. Ich kann in Italien spielen, aber auch außerhalb Italiens. Vielleicht sogar in Arabien. Im Moment konzentriere ich mich nur auf die Weltmeisterschaft.”
Der Agent des Mittelfeldspielers, George Atangana, wird voraussichtlich nach Mailand reisen, um die verschiedenen Interessen an seinem Klienten zu prüfen. Obwohl Kessié ein Profil ist, das Juventus schätzt, bleibt ein erhebliches Hindernis bei der Verhandlung seiner Gehaltsforderungen. Berichten zufolge strebt er ein Jahresgehalt von über 10 Millionen Euro an, eine Summe, die derzeit die finanziellen Möglichkeiten von Juventus übersteigt.
Juventus hatte bereits im Januar-Transferfenster Interesse an Kessié gezeigt, als der damalige CEO Fabio Comolli detaillierte Gespräche über seine mögliche Verpflichtung nach Turin führte. Der derzeitige Sportdirektor des Vereins, Cristiano Giuntoli, wird nun prüfen, ob Kessié in das neue Projekt des Vereins passt. Kessiés Fähigkeit, als offensiver Spielmacher zu agieren, könnte für Trainer Luciano Spalletti besonders attraktiv sein, aber die finanzielle Seite des Deals bleibt ungeklärt. Zum jetzigen Zeitpunkt wird Kessié eher als eine Chance denn als ein konkretes Ziel angesehen.
Die Verpflichtung von Kessié ablösefrei würde für jeden Verein einen bedeutenden Coup darstellen, angesichts seiner Erfahrung und nachgewiesenen Qualität. Juventus muss jedoch zunächst feststellen, ob es seine Gehaltsvorstellungen erfüllen kann, um ein potenzielles Geschäft voranzutreiben.




