Juventus könnte gezwungen sein, Spieler zu verkaufen, nachdem es der Mannschaft nicht gelungen ist, sich für die Champions League zu qualifizieren, wie der Vorstandsvorsitzende Damien Comolli erklärte. Die finanziellen Auswirkungen des Ausschlusses vom wichtigsten europäischen Wettbewerb werden dazu führen, dass „mindestens ein Spieler mehr als geplant“ abgegeben werden muss, obwohl Comolli nicht näher erläuterte, welche Spieler gefährdet sind.
Trotz möglicher Abgänge hat der Verein bestätigt, dass Kenan Yildiz nicht zu verkaufen ist und ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Mannschaftsplanung bleiben wird, unabhängig von der Teilnahme an der Champions League. Der 18-jährige Stürmer hat sich schnell zu einem wichtigen Spieler für Juventus entwickelt, und der Verein sieht ihn als Eckpfeiler für den Wiederaufbau.
Mehrere andere Spieler könnten verkauft werden, um Einnahmen zu generieren und die Regeln der finanziellen Fairplay einzuhalten, während Juventus auf eine Einigung mit der UEFA wartet. Bremer gilt als wahrscheinlicher Kandidat, mit einer Ausstiegsklausel von 58 Millionen Euro in seinem Vertrag. Obwohl bisher keine formellen Angebote eingegangen sind, könnten Vereine aus der englischen Premier League und der FC Bayern München, die nach dem möglichen Abgang von Kim Min-jae nach Verstärkungen für die Defensive suchen, potenzielle Interessenten sein.
Der Linksverteidiger Andrea Cambiaso weckt ebenfalls Interesse, mit einem geschätzten Wert von mindestens 40 Millionen Euro, nachdem er für 11,5 Millionen Euro plus Boni von Genoa verpflichtet wurde. Berichten zufolge haben der FC Barcelona und mehrere Vereine der Premier League Interesse bekundet. Junge Spieler wie Fabien Thuram und Francisco Conceicao erregen ebenfalls Aufmerksamkeit, obwohl der Verein möglicherweise zögerlicher sein wird, sich von Conceicao zu trennen, da Trainer Massimiliano Allegri ein Fan des portugiesischen Flügelspielers ist. Weitere potenziell verfügbare Spieler sind Dean Huijsen, Hans Nicolussi Caviglia und Samuel Iling-Junior.
Juventus hofft, rund 70 Millionen Euro durch Spielerverkäufe zu erzielen und befindet sich in Gesprächen mit Atlético Madrid bezüglich eines Deals für Nico Gonzalez. Der Verein strebt einen ausgeglichenen Haushalt an, bei dem die Einnahmen den Ausgaben entsprechen, eine Herausforderung angesichts der aktuellen finanziellen Situation.




