Der neue CEO von Juventus, Giovanni Carnevali, muss in den nächsten 10 Tagen über 10 Millionen Euro durch Spielerverkäufe generieren, um die finanziellen Ziele zu erreichen. Fabio Miretti hat sich dabei als Schlüsselspieler herauskristallisiert, mit Interesse von Bologna und Sassuolo. Der Verein strebt an, bis zur Saison 2026/27 100 Millionen Euro durch Spielertransfers einzunehmen.
Der neue CEO von Juventus, Giovanni Carnevali, steht in seiner ersten Woche im Verein vor einer bedeutenden Herausforderung: die Erzielung eines Gewinns von über 10 Millionen Euro bis Ende Juni. Dieses finanzielle Ziel ist entscheidend, damit der Verein seine Budgetziele erreicht und weitere Kapitalerhöhungen durch den Mehrheitsaktionär Exor vermeidet.
Berichten zufolge ist die Frist nicht nur für die Einhaltung der Financial-Fairplay-Bestimmungen der UEFA – wobei eine Einigung noch aussteht – von entscheidender Bedeutung, sondern auch, um zusätzliche Investitionen von Exor zu verhindern. Im vergangenen Juni war Exor gezwungen, 15 Millionen Euro zu einer zukünftigen Kapitalerhöhung beizutragen, als potenzielle Verkäufe der Spieler Weah und Mbangula an Nottingham Forest scheiterten. Der Verein ist bestrebt, eine Wiederholung dieses Szenarios zu vermeiden.
Carnevalis Aufgabe wird durch das Fehlen fortgeschrittener Verhandlungen für mögliche Abgänge erschwert. Eine lange Liste von Spielern könnte verkauft werden, aber diejenigen mit dem niedrigsten Buchwert stellen die tragfähigsten Optionen dar, um erhebliche Gewinne zu erzielen. Dazu gehören Marcus Thuram (12 Millionen Euro), Andrea Cambiaso (6 Millionen Euro), Federico Gatti (3,6 Millionen Euro) und insbesondere Fabio Miretti, ein Eigengewächs der Juventus-Jugendakademie.
Das Interesse an Thuram beschränkt sich auf einige Anfragen aus der Premier League, während Chelsea und Barcelona erwägen, Spieler in den Deal für Cambiaso einzubeziehen, um die finanziellen Aufwendungen zu reduzieren. Bei Gatti gab es keine Fortschritte. Infolgedessen hat sich Miretti als der wahrscheinlichste Kandidat herauskristallisiert, um die notwendigen Mittel zu generieren. Sowohl Bologna als auch Sassuolo haben Interesse am Mittelfeldspieler bekundet, bevorzugen aber derzeit eine Leihe mit Kaufoption. Carnevali muss seine Verhandlungsgeschicklichkeit – die er während seiner Zeit bei Sassuolo erworben hat – einsetzen, um einen dauerhaften Transfer zu sichern. Juventus steht unter Druck, innerhalb der nächsten zehn Tage 10 Millionen Euro aufzubringen.



