Juventus plant, in diesem Sommer die Verpflichtung italienischer Spieler zu priorisieren, um die UEFA-Bestimmungen bezüglich einheimischer Talente in Champions-League-Kadern zu erfüllen, wie italienische Medien berichten. Der Verein muss sicherstellen, dass mindestens acht Spieler in seinem 25-Mann-Kader ‘lokal ausgebildet’ sind – vier, die innerhalb des Juventus-Nachwuchszentrums entwickelt wurden, und vier von anderen italienischen Vereinen, die mindestens drei Jahre zwischen dem 15. und 21. Lebensjahr in Italien verbracht haben.
Diese Anforderung ergibt sich aus den ‘armocromatiche’-Regeln der UEFA, die die Förderung einheimischer Spieler zum Ziel haben. Die Nichteinhaltung der Quote würde die Anzahl der Spieler begrenzen, die Juventus für die Champions League registrieren kann. In dieser Saison durfte Juventus 23 Spieler in seinem Kader A registrieren, nachdem es die Kriterien mit Spielern wie Fabio Miretti, Mattia Pinsoglio, Mattia Perin, Manuel Locatelli und Andrea Cambiaso erfüllt hatte.
Da mehrere aktuelle Kader-Mitglieder, darunter Torhüter, möglicherweise abgeben werden, hat Trainer Luciano Spalletti mehrere italienische Ziele identifiziert. Juventus hat erste Anfragen für den Atalanta-Verteidiger Giorgio Scalvini gestellt, einen Spieler, den Spalletti aus seiner Zeit als italienischer Nationaltrainer gut kennt. Scalvinis Vielseitigkeit, die es ihm ermöglicht, sowohl in einer Dreier- als auch in einer Viererkette zu spielen, wird sehr geschätzt, aber Atalanta verlangt eine Ablösesumme im Bereich von 40 bis 45 Millionen Euro.
Ein weiteres defensives Ziel ist Michael Kayode von Brentford, ein ehemaliger Jugendspieler von Juventus. Der Verein hat auch einen möglichen Transfer des Mittelfeldspielers Tommaso Frattesi geprüft. Brentford bewertet Kayode mit rund 30 Millionen Euro, eine Summe, die Juventus derzeit als unerschwinglich ansieht. Um diese potenziellen Transfers zu finanzieren, muss Juventus möglicherweise Einnahmen durch Spielerverkäufe generieren, insbesondere von Tarik Muharemovic von Sassuolo, an dem der Verein eine 50-prozentige Weiterverkaufsbeteiligung hält, und von Federico Gatti. Wenn Muharemovic für die gemeldeten 35 Millionen Euro verkauft wird, würde Juventus 17,5 Millionen Euro erhalten. Gatti, der Berichten zufolge offen für einen Wechsel in die Premier League ist, hat das Interesse von Everton, Crystal Palace, Aston Villa und Fulham geweckt, wobei Juventus etwa 25 Millionen Euro für den Verteidiger fordert. Ein Verkauf von Gatti würde die Fähigkeit von Juventus, die UEFA-Quote für einheimische Spieler zu erfüllen, nicht beeinträchtigen, da er die erforderlichen Kriterien nicht erfüllt. Der Verein hofft, diese potenziellen Transfers zu meistern, um sowohl technische als auch bürokratische Bedürfnisse zu erfüllen, die Qualität zu verbessern und die Einhaltung der UEFA-Bestimmungen sicherzustellen.




