Juventus gehört zu einer wachsenden Zahl von Vereinen, die erhebliche finanzielle Verluste bei Spielertransfers verzeichnen, wobei der Wechsel von Dusan Vlahovic von Fiorentina ein besonders deutliches Beispiel darstellt. Der Verein zahlte im Januar 2022 83,5 Millionen Euro für den serbischen Stürmer, aber er verließ den Verein im Sommer ohne eine Transfergebühr zu generieren.
Diese Situation verdeutlicht einen breiteren Trend im modernen Fußball, bei dem steigende Transfergebühren nicht immer durch entsprechende Einnahmen ausgeglichen werden, wenn Spieler schließlich verkauft werden. Juventus ist wiederholt davon betroffen, wobei der Vlahovic-Deal der jüngste einer Reihe von hochkarätigen Investitionen ist, die keine substanziellen Gewinne erbracht haben.
Vlahovics Zeit in Turin war geprägt von unbeständigen Leistungen, gelegentlichen Verletzungssorgen und letztendlich einem Scheitern der Vertragsverhandlungen. Trotz des Gewinns einer Coppa Italia konnte sein Gesamteindruck die erheblichen Ausgaben nicht rechtfertigen. Er kam mit hohen Erwartungen, angesichts seines Alters und seiner vorherigen Form bei Fiorentina, verließ den Verein aber als ein „Was wäre wenn“-Szenario für die Bianconeri.
Allerdings ist Vlahovics Fall nicht der einzige für Juventus. Der Transfer von Cristiano Ronaldo im Jahr 2018, der 117 Millionen Euro kostete, führte ebenfalls zu einem erheblichen Verlust, als er drei Jahre später für etwa 17 Millionen Euro zu Manchester United zurückkehrte – eine Differenz von 100 Millionen Euro. Obwohl Ronaldo Tore erzielte und nationale Titel gewann, stellte der ersehnte Erfolg in der Champions League nie ein.
Auch der Transfer von Gonzalo Higuain von Napoli für 90 Millionen Euro erwies sich als finanzieller Misserfolg und endete mit einem Wechsel zu Inter Miami ablösefrei. Selbst der Abgang der Vereinslegende Gianluigi Buffon generierte keine Gebühr, obwohl sein legendärer Status die finanziellen Auswirkungen milderte. Weitere Beispiele sind Paulo Dybala, Federico Bernardeschi und Douglas Costa, die alle erhebliche finanzielle Verluste für den Verein darstellen.
Über Juventus hinaus haben auch andere europäische Vereine ähnliche Probleme erlebt. Lazios Kauf von Gaizka Mendieta für 48 Millionen Euro erwies sich als kostspieliger Fehlschlag, während Paris Saint-Germains Verpflichtung von Kylian Mbappé für 180 Millionen Euro keine Transfergebühr einbrachte, als er zu Real Madrid wechselte. Hochkarätige Flops bei Real Madrid, wie Eden Hazard, und bei Manchester United mit Paul Pogba, veranschaulichen diesen Trend zusätzlich. Die zunehmenden finanziellen Risiken im Zusammenhang mit Spielertransfers werden für Vereine in ganz Europa zu einem wachsenden Problem.




