Juventus priorisiert den Torwart von Tottenham Hotspur, Guglielmo Vicario, bei der Suche nach einem Ersatz für den abgewanderten Michele Di Gregorio, so der ehemalige Juventus-Torwart Stefano Tacconi. Tacconi, der zwischen 1983 und 1992 377 Spiele für den Turiner Verein bestritt, glaubt, dass Vicarios Erfahrung und Temperament ihn zu einer idealen Verstärkung für die Bianconeri machen.
Juventus hat Berichten zufolge eine Reihe von Torhütern in Betracht gezogen, nachdem sie sich um Di Gregorio bemüht hatten, darunter Alisson Becker von Liverpool, Maignan, Svilar, Ederson und andere. Der Verein hat seinen Fokus nun jedoch auf Vicario und Zion Suzuki von Parma verengt, während die Verpflichtung von Emiliano “Dibu” Martinez von Aston Villa sich als schwieriger erweist. Tacconi plädiert nachdrücklich für Vicario und begründet dies mit seiner traditionellen Vorliebe für italienische Torhüter und der soliden Erfahrung des Spielers in der Premier League.
Vicario, derzeit die Nummer zwei hinter Gianluigi Donnarumma in der italienischen Nationalmannschaft, hat die letzten drei Saisons bei Tottenham verbracht und trotz der allgemeinen Schwierigkeiten der Mannschaft die Europa League gewonnen. Tacconi hob Vicarios Zuverlässigkeit hervor und bemerkte seinen relativen Mangel an Medienaufmerksamkeit, was darauf hindeutet, dass der Spieler davon profitieren könnte, kommunikativer zu sein. Er zog auch einen Vergleich zu Dino Zoff, einem weiteren gefeierten Juventus-Torwart aus der Region Friaul.
Der ehemalige Torhüter riet Vicario, sich nicht von dem Gewicht des Juventus-Trikots unter Druck setzen zu lassen, und forderte ihn auf, sich auf seine Leistung zu konzentrieren. Er wies auch Suzuki von Parma als noch nicht bereit für einen Wechsel zu einem Verein von Juventus' Größe zurück und schlug vor, dass der junge Torhüter noch weiterentwickelt werden müsse. Tacconi kritisierte das frühere Interesse von Juventus an Svilar von Benfica und erklärte, er würde nur einen „verrückten“ Schritt für Marco Carnesecchi von Atalanta in Erwägung ziehen.
Bezüglich der Verfolgung von Martinez räumte Tacconi dessen Qualität ein, wies aber auf sein Alter von 33 Jahren als Bedenken hin. Er äußerte auch Skepsis gegenüber dem anhaltenden Interesse von Juventus an Kolo Muani von Eintracht Frankfurt und bevorzugte Jesper Zirkzee von Bologna als geeignetere offensive Verstärkung. Tacconi betonte abschließend die Notwendigkeit, dass Juventus mindestens drei hochkarätige Neuzugänge verpflichtet, um um den Serie-A-Titel zu kämpfen, und äußerte die Hoffnung, dass das Management des Vereins die Bedürfnisse des Kaders schnell vor Saisonbeginn angehen wird.



