Juventus befindet sich in einer vertrauten Situation, da Mittelfeldspieler Arthur und Stürmer Arkadiusz Milik trotz fehlender Berücksichtigung in den Plänen der ersten Mannschaft weiterhin beim Verein verbleiben, wie aus Berichten in Italien hervorgeht. Beide Spieler haben noch ein Jahr Vertrag, aber eine Kombination aus Verletzungsproblemen, hohen Gehältern und mangelnden konkreten Angeboten erschwert mögliche Abgänge.
Diese Situation resultiert aus früheren Vertragsverlängerungen, die hauptsächlich durchgeführt wurden, um die Gehaltskosten zu verteilen und die finanzielle Belastung des Vereins nach enttäuschenden Leistungen zu verringern. Arthur kam im Sommer 2020 im Rahmen eines Tauschgeschäfts mit Barcelona, an dem Miralem Pjanic beteiligt war, nach Turin. Der Deal hatte einen Wert von 72 Millionen Euro plus 10 Millionen Euro an Boni. Der Brasilianer verbrachte jedoch nur zwei seiner sechs Saisons bei Juventus und absolvierte Leihgeschäfte zu Liverpool, Fiorentina, Girona und Grêmio, wobei er jeweils nach Italien zurückkehrte.
Um die finanziellen Auswirkungen zu verringern, gewährte Juventus Arthur zwei Vertragsverlängerungen, was zu Restkosten von 6,5 Millionen Euro und einem Bruttogehalt von etwa 5 Millionen Euro führte. Obwohl sein jüngster Aufenthalt in Brasilien vielversprechend war, hatte Arthur weiterhin mit körperlicher Anfälligkeit zu kämpfen und erlitt ab Januar zwei Muskelverletzungen. Mit 30 Jahren behindert dieser körperliche Zustand sowohl eine mögliche Wiederbelebung bei Juventus als auch das Interesse anderer Vereine.
Miliks anhaltende Präsenz ist ebenfalls auf eine Reihe von Verletzungen zurückzuführen, die sich auch auf sein psychisches Wohlbefinden ausgewirkt haben. Der polnische Nationalspieler gab kürzlich gegenüber RMF Radio in seinem Heimatland bekannt, dass er aufgrund seiner wiederkehrenden Rückschläge mit emotionalen Tiefs zu kämpfen hatte. Trotz dieser Schwierigkeiten bekundete Milik den Wunsch, weiterhin für seinen Platz zu kämpfen. Er steht bis 2027 bei Juventus unter Vertrag, nachdem er seinen Vertrag zuvor von 2025 verlängert hatte. Er bestritt in den letzten beiden Saisons nur zwei Spiele gegen Sassuolo und Genoa, was seine begrenzte Rolle im Kader verdeutlicht.
Derzeit stehen Arthur und Milik vor der Aussicht, bei Juventus ohne nennenswerte Spielzeit unter dem neuen Trainer Massimiliano Allegri zu bleiben. Diese Situation könnte auch die Fähigkeit des Vereins beeinträchtigen, neue Spieler zu verpflichten, da ihre hohen Gehälter weiterhin die Gehaltsliste belasten.




