Juventus erwägt sorgfältig, ob Stürmer Dusan Vlahovic gehalten werden soll, eine Entscheidung, die eine bedeutende erste Herausforderung für den neu ernannten CEO Giovanni Carnevali darstellt, wie aus Berichten von Tuttosport hervorgeht. Der Verein bewertet die potenziellen Vor- und Nachteile, dem serbischen Nationalspieler einen neuen Vertrag anzubieten.
Vlahovic wird als potenziell kostengünstigere Option im Vergleich zu anderen verfügbaren Stürmern angesehen. Wenn er einem Gehalt von 6,5 Millionen Euro pro Saison zustimmt, würde sich sein jährlicher Einfluss auf die Finanzen des Vereins auf etwa 13 Millionen Euro belaufen, deutlich weniger als bei Alternativen wie Randal Kolo Muani (20 Millionen Euro) und Alexander Sorloth (18 Millionen Euro). Dieser finanzielle Vorteil ist eine wichtige Überlegung für Juventus, die möglicherweise nur einen zusätzlichen Angreifer verpflichten müsste, wenn Vlahovic bleibt.
Ein weiterer Faktor, der für die Beibehaltung von Vlahovic spricht, ist seine Vertrautheit mit dem Verein und dem Druck, für Juventus zu spielen. Da er die Umgebung bereits kennt, bräuchte er keine Eingewöhnungszeit, was ein Vorteil für ein Team ist, das auf Konstanz setzt. Trainer Luciano Spalletti soll Vlahovic hoch schätzen, nachdem er ihn in der letzten Saison wieder ins Team integrieren und öffentlich seine Verlängerung unterstützt hatte, und glaubt, einen klaren taktischen Plan für den Spieler zu haben. Vlahovics verbesserte Form zum Ende der Saison, in der er regelmäßig Tore erzielte, unterstützt diese Ansicht.
Es gibt jedoch Bedenken hinsichtlich eines möglichen Vertrags. Ein zweijähriger Vertrag, ähnlich den früheren Verhandlungen unter der Führung des ehemaligen Geschäftsführers Comolli, wäre im Wesentlichen eine kurzfristige Investition, da Vlahovic im Juni 2028 wieder ablösefrei wäre. Der Verein räumt auch ein, dass die Umkleidekabine keine große Enttäuschung über eine mögliche Abreise zum Ausdruck gebracht hat, was auf die Notwendigkeit einer Reintegration hindeutet, wenn er bleibt. Es kam am Ende der letzten Saison zu einigen Reibereien, die angegangen werden müssten.
Darüber hinaus wurden Fragen zu Vlahovics körperlicher Verfassung nach einer langen Verletzungspause und einem anschließenden Rückschlag aufgeworfen. Obwohl er als grundsätzlich solider Spieler gilt, ist seine lange Ausfallzeit in der letzten Saison ein wichtiger Faktor bei der Betrachtung einer erheblichen Investition. Der Verein wägt diese Bedenken gegen die Verfügbarkeit alternativer Optionen auf dem Transfermarkt ab.
Die Schlüsselfrage, vor der Carnevali steht, ist, ob es überlegene Alternativen gibt. Juventus hatte im vergangenen Sommer Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Stürmer, wobei die gescheiterte Verfolgung von Kolo Muani letztendlich zur enttäuschenden Verpflichtung von Openda führte. Vlahovic schnell zu sichern und Spalletti zufrieden zu stellen, könnte sich als pragmatische Lösung erweisen, aber Carnevali erkundet alle Möglichkeiten.




