Laut Berichten der italienischen Presse ist der Leiter der Jugendabteilung von Juventus, Michele Sbravati, ein Ziel von Roma. Die 'Giallorossi', die in diesem Sommer eine bedeutende Umstrukturierung ihres technischen Personals erwarten, erwägen Berichten zufolge Sbravati für eine Schlüsselrolle in ihrem neuen Projekt. Der potenzielle Wechsel würde Sbravati mit Cristiano Giuntoli wiedervereinen, dem Sportdirektor, der ihn ursprünglich zu Juventus brachte und der nun ein führender Kandidat für die Übernahme von Roma ist.
Sbravatis Zukunft ist seit einigen Wochen Gegenstand von Spekulationen. Im Frühjahr wurde er stark mit einem Wechsel zu Inter in Verbindung gebracht, einem weiteren Verein mit einem renommierten Fokus auf die Nachwuchsförderung, wobei ein Deal als fast abgeschlossen galt. Diese Gespräche führten jedoch nicht zu einem Transfer, und Sbravati blieb in Turin. Das erneute Interesse von Roma, wie von Tuttosport berichtet, deutet darauf hin, dass der Manager in der Serie A aufgrund seiner Expertise im Aufbau und Management von Jugendabteilungen hoch geschätzt wird.
Der 52-Jährige wurde von Giuntoli ernannt, um die Jugendabteilung von Juventus im Jahr 2023 zu leiten, nachdem er 21 Jahre lang in der Jugendakademie von Genoa tätig war. Seine Arbeit wird als Teil einer erfolgreichen und finanziell wichtigen Strategie für Juventus angesehen. Eine vom Verein hervorgehobene Analyse zeigt, dass derzeit 27 Spieler, die aus der Jugendakademie von Juventus oder dem Team 'Next Gen' stammen, professionell in der Serie A spielen, eine ligaweite Spitzenfigur. Die Entwicklung und der anschließende Verkauf von Nachwuchstalenten sind in den letzten Jahren zu einer wichtigen Einnahmequelle für italienische Vereine geworden.
Für Roma würde die Ernennung von Sbravati ein Engagement für die Stärkung der Jugendeinfrastruktur des Vereins und die Schaffung einer Talentpipeline zur Unterstützung der ersten Mannschaft signalisieren. Juventus ist seinerseits gelassen gegenüber der Situation. Sollte Sbravati gehen, ist der Verein Berichten zufolge bereit, intern aufzurücken, wobei Massimiliano Scaglia, ein ehemaliger Leiter der Jugendabteilung und aktuelles Personalmitglied, als natürlicher Nachfolger in Frage kommt. Sbravati soll von dem Interesse geschmeichelt sein, ist aber noch nicht davon überzeugt, ein gut etabliertes Projekt bei Juventus für eine neue Herausforderung zu verlassen.




