Juventus hat seit 2018 fast 200 Millionen Euro durch den Verkauf von Spielern generiert, die aus ihrem Next Gen Jugendförderprogramm stammen, wie ein Bericht von focus.it zeigt. Der jüngste Beitrag zu dieser Summe ist der kürzliche Transfer von Kenan Muharemovic zum Leeds United über Sassuolo für eine Ablösesumme von 19 Millionen Euro.
Die Jugendakademie des Vereins, mit Sitz in Vinovo, ist zu einem bedeutenden finanziellen Aktivposten geworden, der in den letzten Jahren dazu beigetragen hat, die Bücher auszugleichen und Mittel für andere Transferaktivitäten freizusetzen. Der Bericht beleuchtet jedoch einige Fehlentscheidungen in der Vergangenheit, insbesondere im Zusammenhang mit Dean Huijsen.
Huijsen wurde zunächst 2024 für 15,2 Millionen Euro plus 3 Millionen Euro an Boni an Bournemouth verkauft, wobei Juventus eine 15-prozentige Weiterverkaufsbeteiligung behielt. Anschließend wechselte er 2025 für eine deutlich höhere Ablösesumme von 60 Millionen Euro zum Real Madrid, ein Transfer, der laut Bericht eine verpasste Gelegenheit für den Turiner Verein darstellt. Der potenzielle finanzielle Vorteil, Huijsen zu halten oder eine höhere Anfangsgebühr auszuhandeln, wird nun im Allianz Stadium schmerzlich vermisst.
Juventus hat zunehmend auf die Entwicklung und den Verkauf junger Talente gesetzt, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten, insbesondere angesichts der jüngsten finanziellen Herausforderungen. Der Erfolg des Next Gen Systems demonstriert eine klare Strategie, in die Jugend zu investieren und die Spielerentwicklung zu nutzen. Der Verein beobachtet nun Berichten zufolge die Fortschritte von Fabio Miretti, um möglicherweise von einem zukünftigen Transfer zu profitieren.
Der konstante Einnahmestrom aus Jugendverkäufen ermöglicht es Juventus, effektiver auf dem Transfermarkt zu agieren und die Einnahmen aus Übertragungsrechten und Ticketerlösen zu ergänzen. Dieser Ansatz wird voraussichtlich weiterhin ein zentraler Bestandteil ihrer langfristigen Strategie sein und ein nachhaltiges Finanzmodell gewährleisten und gleichzeitig ein konkurrenzfähiges Team aufbauen.



